Prozesse

Frau ausgeraubt und vergewaltigt: 23-Jähriger gesteht

Richterhammer.

Richterhammer.

Foto: dpa

Berlin. Nach einem brutalen Überfall auf eine 27 Jahre alte Frau am Berliner Ostbahnhof hat einer der beiden mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht ein Geständnis abgelegt. Er und ein Komplize hätten die Überfallene festgehalten, ausgeraubt und vergewaltigt, gab der 23-Jährige am Montag zu Prozessbeginn zu. Für seine "abscheuliche Tat" im April 2016 verachte er sich.

Die junge Künstlerin war nach der Arbeit auf der Suche nach einem Taxi, als sie plötzlich von zwei Männern attackiert wurde. Die Täter hatten die Geschädigte am Arm gefasst und in eine Nische gezogen, heißt es in der Anklage. "Sie nahmen der Frau Wertgegenstände ab - unter anderem ein Mobiltelefon, einen silbernen Ring und Bargeld in Höhe von 50 Euro." Anschließend hätten beide Angreifer die Frau geschlagen und zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Sichergestellte DNA-Spuren hatten zur Festnahme des Angeklagten geführt. Der gelernte Bauarbeiter sagte, aus Angst um seine Familie wolle er den Namen des Mittäters nicht nennen. Zu dem Überfall hätten sie sich "spontan entschlossen". Der Prozess gegen den seit September inhaftierten Mann wird am 13. März fortgesetzt.

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