Prozess in Berlin

Mit abgetrennten Köpfen posiert: Iraker erhält Bewährung

Ein irakische Ex-Offizier ist in Berlin wegen Kriegsverbrechen zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der 28-jährige Iraker Rami K. (l.) auf der Anklagebank in Berlin

Der 28-jährige Iraker Rami K. (l.) auf der Anklagebank in Berlin

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Ein ehemaliger Offizier der irakischen Streitkräfte ist im Prozess wegen Kriegsverbrechen gegen Personen zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der geständige Angeklagte habe bei Kämpfen gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" im März 2015 die abgetrennten Köpfe von zwei Gegnern an den Haaren in die Höhe gehalten und sich fotografieren lassen, bestätigte das Berliner Kammergericht am Mittwoch.

Zwei andere Offiziere hätten die beiden Leichen nach Gefechten nahe der irakischen Stadt Tikrit enthauptet und den Angeklagten dann aufgefordert, damit für ein Foto zu posieren. Er habe dem "Gruppendruck nicht standhalten können".

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Auch eine in der Nähe gelegene Militärbasis sei eingenommen worden, berichtete das irakische Staatsfernsehen am Donnerstag.
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