Bevölkerungsstatistik

3,67 Millionen Menschen: Berlin wächst und wächst

Insgesamt 60.500 Neu-Berliner zählte das Statistikamt im vergangenen Jahr. Das ist ein Plus von 1,67 Prozent.

Berlin wächst und wächst. Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 60.500 Menschen auf rund 3,67 Millionen, wie das Statistikamt am Freitag mitteilte. Das ist ein Plus von 1,67 Prozent.

Zugezogen seien vor allem Menschen aus dem Ausland. Außerdem seien viele Flüchtlinge registriert worden, die im Vorjahr während des großen Andrangs im Behördenchaos nicht erfasst werden konnten.

Unter den Neu-Berlinern seien insgesamt 4800 Deutsche und 55.700 Menschen aus dem Ausland. In den vergangenen fünf Jahren wuchs Berlin damit um 243.500 Einwohner - jedes Jahr um eine Kleinstadt von fast 50.000 Menschen.

Der Ausländeranteil in Berlin liegt nun bei 18,4 Prozent, der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund (Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund) bei 31,4 Prozent.

Interaktive Karte: Woher die Berliner wirklich kommen

Die größten Ausländergruppen kommen aus der Türkei (97.700), Polen (55.800) und Syrien (28.600). Die größten Gruppen von Personen mit Migrationshintergrund werden mit den Herkunftsgebieten Türkei (176.700), Polen (107.800) und Russische Föderation (53.800) ausgewiesen.

Der überdurchschnittliche Zuwachs der letzten beiden Jahre war insbesondere durch die hohe Zahl von Ausländerinnen und Ausländern geprägt. Dieser Trend hat sich in der zweiten Hälfte 2016 abgeschwächt (Zuwachs an Ausländern im ersten Halbjahr 37.200, im zweiten Halbjahr 18.500) und ist, wie erste Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigen, für 2017 in dieser Größenordnung zur Zeit nicht zu erwarten.

Babyboom in Berlin: Friedrichshain wird der neue Prenzlauer Berg

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.