Berlin

Wegen Vandalismus: East Side Gallery bekommt ein Geländer

Besucher beschädigen wiederholt die Bilder und brechen kleine Stücke aus der Mauer. Dagegen werden nun Maßnahmen ergriffen.

ARCHIV - Touristen fotografieren sich am 16.10.2016 an dem kurz geöffneten Zaun vor dem Gemälde „Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker“ von Dmitri Wladimirowitsch Wrubel an der East Side Gallery in Berlin. (zu dpa "Pk Visit Berlin zur Tourismus- und Kongressbilanz 2016" vom 21.02.2017) Foto: Rainer Jensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Touristen fotografieren sich am 16.10.2016 an dem kurz geöffneten Zaun vor dem Gemälde „Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker“ von Dmitri Wladimirowitsch Wrubel an der East Side Gallery in Berlin. (zu dpa "Pk Visit Berlin zur Tourismus- und Kongressbilanz 2016" vom 21.02.2017) Foto: Rainer Jensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Rainer Jensen / dpa

Der Gehweg vor der East Side Gallery in Friedrichshain wird umgebaut. Er soll von vier auf sechs Meter verbreitert werden, damit ein Schutzgeländer vor den Open-Air-Kunstwerken aufgestellt werden kann. Die Planungen für den Umbau sind fast abgeschlossen. Sie dauern voraussichtlich bis Ende Februar 2017. Wenn der Bürgersteig der Mühlenstraße vor der Galerie breiter wird, müssen auch Ampeln und Straßenlampen in diesem Abschnitt neue Positionen bekommen. Außerdem sind die Anlagen für die Straßenentwässerung anzupassen. In die Vorbereitung sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Stromnetz Berlin GmbH und die Berliner Wasserbetriebe einbezogen.

Die Bauarbeiten könnten im Sommer 2018 beginnen und würden mindestens bis Frühjahr 2019 dauern, sagte Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) auf Anfrage des Grünen-Verordneten Werner Heck. Die Verbreiterung geht auf Kosten der Parkspur, sie fällt künftig weg. Das Geländer wird in 85 Zentimetern Abstand vor der East Side Gallery stehen und soll etwa 80 bis 90 Zentimeter hoch sein.

Die Schutzmaßnahme hatte das Bezirksamt Ende 2015 angekündigt

Außerdem sind Infotafeln vorgesehen, die in mehreren Sprachen darauf hinweisen, dass das Bemalen, Beschriften oder das Herausbrechen von Mauerteilen nicht erlaubt ist. Auch auf der Rückseite der East ­Side Gallery soll ein Geländer aufgestellt werden.

Diese Schutzmaßnahme hatte das Bezirksamt bereits Ende 2015 angekündigt. Die Kosten für das Geländer sind mit 150.000 Euro veranschlagt. Bis es installiert ist, bleibt der zwei Meter hohe Bauzaun vor dem Denkmal stehen. Er war im November 2015 aufgestellt worden, weil sich Farbschmierereien und Kritzeleien auf den Bildern häuften und immer wieder kleine Stücke aus der Mauer herausgebrochen wurden.

Die 1,3 Kilometer lange East Side Gallery mit 100 Kunstwerken ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Sie war 2015 für 230.000 Euro saniert worden, eine Schutzschicht wurde auf die Bilder aufgetragen. Kurz darauf wurden Kunstwerke wieder beschädigt.

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