Datenschutz

Datenschutzbeauftragte warnt vor Video-Gesichtserkennung

Videoüberwachung.

Videoüberwachung.

Foto: dpa

Berlin. Angesichts zunehmender Videoüberwachung und eines geplanten Tests der Bahn zur Auswertung der Bilder hat die Berliner Datenschutzbeauftragte strikte Beschränkungen verlangt. Der Einsatz von Videokameras mit Gesichtserkennung sei hochproblematisch und künftig weitgehend verboten, teilte die Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk am Donnerstag mit. Diese Technik könne "die Freiheit, sich in der Öffentlichkeit anonym zu bewegen, gänzlich zerstören".

Die europäische Politik habe die "enormen Risiken (...) für die Privatsphäre erkannt" und daher die Erhebung biometrischer Daten zur Identifizierung ab 2018 verboten, betonte Smoltczyk. Nur wenige Ausnahmen seien zulässig. "Bei der Verwendung dieser Technik ist daher mit hoher Sensibilität vorzugehen."

Bei der Bahn hat Smoltczyk nachgefragt, wie weit bei einem künftigen Pilotprojekt am Bahnhof Südkreuz computergestützte Gesichtserkennung bei Kameras eingesetzt werden soll und wie die Aufnahmen sonst noch ausgewertet werden sollen.

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