ANSTIEG DURCH IMPFVERWEIGERER

Weltweit sterben täglich 400 Kinder an Masern

Trotz großer Erfolge im Kampf gegen die Masern sterben weltweit jeden Tag etwa 400 Kinder an der Infektionskrankheit. Lückenlose Impfkampagnen könnten dies verhindern.

Forscher warnen davor, die Masernimpfung bei Kleinkindern zu vernachlässigen. Denn die Krankheit kann schwere Komplikationen wie Gehirnentzündungen mit sich bringen.

Forscher warnen davor, die Masernimpfung bei Kleinkindern zu vernachlässigen. Denn die Krankheit kann schwere Komplikationen wie Gehirnentzündungen mit sich bringen.

Foto: dpa

Trotz großer Erfolge im Kampf gegen die Masern sterben nach Angaben internationaler Organisationen weltweit noch jeden Tag etwa 400 Kinder an der Infektionskrankheit. Lückenlose Impfkampagnen könnten dies verhindern, heißt es in einem Masern-Lagebericht.

Veröffentlicht wurde er im November 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Kinderhilfswerk (Unicef) sowie der US-Gesundheitsbehörde CDC und der Impfallianz Gavi.

Rund die Hälfte der Maserninfektionen aus Berlin gemeldet

Die meisten Todesfälle gibt es demnach weiter in armen Ländern Afrikas und Asiens. Aber auch in Deutschland sei 2015 wegen einer zu geringen Impfquote ein Anstieg von Maserninfektionen verzeichnet worden. Insgesamt wurden 2.465 Masernfälle an das Robert Koch Institut übermittelt worden, davonn wurden 1.243 Erkrankungen aus Berlin gemeldet. 2014 war in Berlin ein Kind daran gestorben.

Weltweit gelang es dem Bericht zufolge, die Zahl der Masern-Todesfälle zwischen 2000 und 2015 um 79 Prozent zu senken. Dank Impfkampagnen seien in diesem Zeitraum mehr als 20 Millionen Menschenleben gerettet worden.

Etwa 20 Millionen Kinder allerdings hätten allein 2015 keine Impfung erhalten, 134.000 seien an Masern gestorben. Drei Viertel aller Todesfälle gab es in der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Nigeria und Pakistan, wo insgesamt zehn Millionen Kinder nicht geimpft worden seien.

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