Berlin

Nach Schüssen auf Türsteher: Täter sind auf der Flucht

Nach den Schüssen auf Türsteher vor einem Szene-Club in der Schöneberger Hauptstraße fehlt von den Tätern weiterhin jede Spur. Die Kripo hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, um Erkenntnisse über das Motiv für die blutige Tat zu gewinnen. Es sei dazu unter anderem eine Vielzahl von Vernehmungen erforderlich, teilte die Polizei am Montag mit. So müssten etwa in dem Club „Havanna“ neben Beschäftigten auch zahlreiche Gäste befragt werden, die zur Tatzeit dort anwesend waren.

Ermittelt wird nach Polizeiangaben weiterhin in alle Richtungen. Bisher ist für die Beamten der zuständigen Mordkommission unklar, warum die Täter am Sonntag in den frühen Morgenstunden mindestens fünf Schüsse auf die Türsteher vor dem Hofeingang zu der Diskothek abgefeuert haben. Spekuliert wird unter anderem, ob es sich bei der Tat um eine Einschüchterungsaktion im Zusammenhang mit einer Schutzgelderpressung handeln könnte. Auch Konkurrenz innerhalb der Türsteher- oder Diskothekenszene kommt als Motiv in Betracht. Aber auch eine Racheaktion aus persönlichen Gründen wird weiterhin nicht ausgeschlossen. Die Täter könnten die Schüsse auch abgegeben haben, weil sie zuvor nicht in den Club gelassen worden waren.

Die Unbekannten hatten aus einem Auto heraus von der gegenüberliegenden Straßenseite auf die Opfer gefeuert und dabei auch ein zufällig vorbeifahrendes Auto getroffen, ohne den Fahrer zu verletzen. Nach der Tat rasten die Unbekannten mit einem dunklen Wagen in Richtung Potsdamer Straße davon. Bei dem Fluchtwagen könnte es sich um einen SUV gehandelt haben. Die 26 und 36 Jahre alten Türsteher wurden an den Beinen getroffen und in Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr besteht nicht.