Flüchtlingsheime

Berlin zahlt 15.000 Euro im Monat für neuen Manager

Joachim Fahrun
Rembert Vaerst im Jahr 2015 (Archivfoto)

Rembert Vaerst im Jahr 2015 (Archivfoto)

Foto: dpa Picture-Alliance / Bodo Marks / picture alliance / dpa

Rembert Vaerst soll Berliner Gesellschaft zur Flüchtlingsunterbringung leiten – für ein hohes Gehalt.

Berlin.  15.000 Euro im Monat, das ist mehr als der Regierende Bürgermeister oder ein Senator verdient. Dieses außertarifliche Gehalt haben Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) und Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) mit Rembert ­Vaerst verabredet. Der Mann aus Hamburg soll mit Wirkung vom 9. Februar für ein halbes Jahr Chef des neuen Landesunternehmens werden, das zunächst drei Flüchtlingsunterkünfte betreiben soll. Das geht aus der Vorlage der beiden Senatoren für die Senatssitzung am Dienstag hervor.

Rembert Vaerst war bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden zum Jahreswechsel Chef der Gesellschaft „fördern und wohnen“ (f & w), die im Auftrag des Hamburger Senats Obdachlose und Flüchtlinge unterbringt. Sie soll nach den Plänen der Berliner Regierung nun auch 30 Mitarbeiter abordnen, die in der Hauptstadt das Landesunternehmen aufbauen, mit dem sich das Land von privaten Heimbetreibern ein Stück unabhängig machen will.

Die CDU erkennt mit der Besetzung des Postens ohne Ausschreibung in einem „intransparenten politischen Verfahren“ einen Verstoß gegen das von Rot-Rot-Grün propagierte „gute Regieren“. „Eilig wird die Besetzung des hoch dotierten Jobs vorangetrieben“, kritisierte CDU-Fraktionschef Florian Graf am Montag.