Spendenaktion

Spende statt Wasser –"Hass hilft" startet #ICareChallenge

Ice Bucket Challenge 2.0: Die Initiative "Hass hilft" hat im Netz eine Challenge gestartet. Nominierte sollen an Bedürftige spenden.

Bei der #ICareChallenge sammeln Teilnehmer Spenden für Bedürftige

Bei der #ICareChallenge sammeln Teilnehmer Spenden für Bedürftige

Foto: "Hass hilft"

Viele haben sicher noch die Bilder vor Augen, wie sich zahlreiche prominente und weniger prominente Menschen bei der „Ice Bucket Challenge“ im Sommer 2014 einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf schütteten. Mit der Aktion wollten sie auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen. Aber sich mitten im Winter mit Eiswasser übergießen? Viel zu kalt, findet die Berliner Initiative „Hass hilft“ und hat eine neue Challenge ins Leben gerufen.

Seit Mittwoch läuft im Netz die #ICareChallenge. Ziel ist es „so viele Menschen wie möglich zu motivieren, die Gesellschaft um sich selbst herum ein klein wenig positiver zu gestalten“, schreibt die Initiative auf ihrer Facebook-Seite.

Inspiriert durch französisches Vorbild

Das Konzept ist einfach: Wer nominiert wurde, spendet Bedürftigen zum Beispiel etwas von seinem Einkauf, warme Kleidung oder Geld. Wer möchte, kann ein Foto von der Spende, der Überweisung oder der Übergabe dazu posten. Mit oder ohne Foto, anschließend werden Freunde in den sozialen Netzwerken ebenfalls dazu nominiert, mitzumachen. Innerhalb von 48 Stunden sollten Nominierte die Herausforderung annehmen und bei Facebook oder Insatgram posten.

Inspiriert wurde die Aktion durch das französische Vorbild „LeGrandDéfi". Facebook-User fordern sich in Frankreich gegenseitig heraus, so viele Obdachlose wie möglich mit Essen zu versorgen.

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„Hass hilft“ ist eine Initiative des Zentrums Demokratische Kultur (ZDK). Für jeden menschenverachtenden Kommentar wird ein Euro gespendet,. Mit dem Geld unterstützt die Aktion Flüchtlingsprojekte der „Aktion Deutschland Hilft“ und das Aussteigerprojekt für Rechtsextreme „EXIT-Deutschland". So werden im Internet verbreitete Hasse-Kommentare zur unfreiwilligen Spende. Bisher kamen bereits 24.547 Euro zusammen. Umgesetzt wird "Hass hilft" durch Spenden und ehrenamtliche Tätigkeit.

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