Berlin

Rechte zünden Auto an

Erneut hat in Neukölln ein Auto gebrannt, und wieder vermuten die Ermittler, dass Rechtsextreme am Werk waren. In der Nacht zu Donnerstag wurde in einer kleinen Wohnsiedlung an der Friederike-Nadig-Straße im Ortsteil Rudow das Auto der ehemaligen SPD-Politikerin und Galeristin Claudia von Gélieu angezündet. Der Skoda stand auf dem Grundstück und brannte komplett aus.

Claudia von Gélieu engagiert sich in der Neuköllner Galerie Olga Benario, die laut Selbstbeschreibung ein "Forum gegen Neofaschismus, Sexismus, Rassismus und Imperialismus" ist. Auch auf die Galerie wurden laut Gélieu in der Vergangenheit bereits mehrfach Attacken wie zum Beispiel Steinwürfe verübt. Gélieu engagiert sich seit Jahren gegen rechts und wurde 2001 für ihr vielfältiges Engagement mit dem Frauenpreis des Berliner Senats ausgezeichnet.

In Neukölln sind zuletzt mehrfach Fahrzeuge von Politikern oder gegen Rechtsextremismus engagierten Menschen in Flammen aufgegangen. Im Verfassungsschutzausschuss am Mittwoch hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) gesagt, dass es in Neukölln in den vergangenen Monaten etwa 20 rechtsextremistisch motivierte Straftaten gegeben hat.

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