Berlin

Saunaclub-Brand: Zwei Todesopfer sind identifiziert

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach der Brandtragödie in einem Saunaclub an der Kurfürstenstraße in Schöneberg haben zwar auch am Dienstag noch kein abschließendes Ergebnis erbracht. Es gibt jedoch Auffälligkeiten. Laut dem für Bauaufsicht zuständigen Stadtrat Jörn Oltmann (Grüne) sind die Räume des „Steam Works“ seit 1981 nicht mehr auf Brandschutz überprüft worden, obwohl Umbauten stattgefunden haben. Diese wurden jedoch nie genehmigt.

Nach den bisherigen Untersuchungen könne ausgeschlossen werden, dass jemand den Brand absichtlich gelegt habe, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Durch die weiter andauernden Untersuchungen erhoffen sich die Fachleute eines Brandkommissariates Erkenntnisse darüber, ob der verheerende Brand durch fahrlässiges Verhalten oder durch einen technischer Defekt verursacht wurde.

Durch giftige Rauchgase waren drei Männer ums Leben gekommen, ein weiterer wurde schwer verletzt. Zwei der Todesopfer wurden am Dienstag identifiziert. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um einen 49-jährigen Italiener sowie einen gleichaltrigen Spanier. Beide Opfer hatten in Berlin gelebt. Der Name des dritten Toten stand weiterhin nicht zweifelsfrei fest.

Einer der Notausgänge im Erdgeschoss der Einrichtung war nach bisherigen Erkenntnissen versperrt. Nach Ansicht der Polizei hatte dies aber vermutlich keine Auswirkungen auf die Flucht der Gäste und die Evakuierung, da der Brandherd sich eine Etage tiefer befunden habe. Der Saunaclub erstreckt sich über das Erd- sowie das Kellergeschoss des Gebäudes. Für die Feuerwehr war der Einsatz schwierig, da das Etablissement sehr verwinkelt ist. Außerdem war es dort aufgrund der starken Verqualmung unübersichtlich. Feuerwehrleute mussten viele der rund 60 kleinen Räume aufbrechen, um sicher zu sein, dass sich dort keine Menschen mehr aufhielten.