Bodenpersonal streikt

Streik in Tegel und Schönefeld: Das müssen Fluggäste wissen

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Der Flughafen Tegel

Der Flughafen Tegel

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Am Mittwoch will das Bodenpersonal streiken. Es dürfte zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Das müssen Passagiere wissen.

Berliner Fluggäste müssen sich am Mittwochmorgen auf Verspätungen einstellen. Grund ist ein Warnstreik des Bodenpersonals. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld hat die Gewerkschaft Verdi zwischen fünf und elf Uhr rund 2000 Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen zum Streik in Tegel und Schönefeld:

Wie erfahre ich, ob mein Flug betroffen ist?

Die Airlines geben auf ihren Websites Informationen zum aktuellen Flugplan. Es wird dringend empfohlen, vor Flugantritt zu prüfen, ob der eigene Flug von den Streiks betroffen ist.

Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle gibt es auch auf der Website der beiden Flughäfen in Tegel und Schönefeld.

Mein Flug fällt aus. Und jetzt?

Sollte ein Flug wegen eines Streiks bei der Airline gestrichen werden, haben Kunden einen Anspruch auf einen Ersatzflug, wie die Verbraucherzentralen auf ihrer Internetseite mitteilten. Dieser kann durch die Fluglinie selbst oder auch von anderen Anbietern durchgeführt werden. Die Fluglinie muss aber sicherstellen, dass der Reisende an dem gebuchten Ziel ankommt. Wenn kein Ersatzflug bereitgestellt wird, kann der Reisende den Kaufpreis für das Flugticket zurückverlangen. Dies ist auch möglich, wenn der Fluggast durch lange Wartezeiten schlichtweg die Lust an der Reise verloren hat. Die Rückforderung des Kaufpreises sollte schriftlich erfolgen. Einen Musterbrief dazu stellen die Verbraucherzentralen im Internet bereit. Auch bei Verspätungen ab fünf Stunden kann der Ticketpreis zurückerstattet werden und die Reise storniert werden.

Kommentar: Ein Ausstand auf den letzten Drücker

Mein Flug ist durch den Streik verspätet. Welche Rechte habe ich?

Dem Kunden von Fluglinien stehen nach der Fluggastrechteverordnung der EU bei Verspätungen sogenannte Betreuungsleistungen zu. Die Leistungen reichen von Essen und Getränken über das Recht auf zwei Telefonate oder E-Mails hin zu einem Hotelzimmer, wenn der Flug erst am nächsten Tag stattfindet. Die Beförderung zu dem entsprechenden Hotel muss ebenfalls die Fluglinie zahlen. Als Verspätung gilt eine Zeit von zwei Stunden bei Kurzstrecken (bis 1500 km), von drei Stunden bei Mittelstrecken (bis 3500 km) und von vier Stunden bei Langstrecken (über 3500 km).

Worum geht's bei dem Streik überhaupt?

Zum Bodenservice an den Flughäfen zählen zum Beispiel Check-in und Gepäckabfertigung, aber auch das Einwinken und Betanken der Maschinen. Die monatelangen Tarifverhandlungen stecken nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fest. Im Moment erhielten Beschäftigte rund elf Euro in der Stunde. Verdi fordert einen Euro mehr pro Stunde und verlangt ein verbessertes Tarifsystem mit mehr Aufstiegsmöglichkeiten und weniger Teilzeit-Jobs. Die Arbeit des Bodenpersonals sei sicherheitsrelevant. Die Arbeitsbelastung habe in den vergangenen Jahren durch mehr Passagiere zugenommen. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen am 10. Februar weitergehen.

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( BM )