Rattenplage in Berlin

Kammerjäger mussten 8700 mal wegen Ratten ausrücken

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) musste vergangenes Jahr öfter wegen Ratten ausrücken.

Am Helmholtzplatz beginnt der Kampf gegen die Rattenplage

In Prenzlauer Berg wurde der Helmholtzplatz eingezäunt. Dort soll eine Rattenplage mit Giftködern bekämpft werden. Zuletzt war der Skalitzer Park wegen Ratten geschlossen worden. Im Jahr 2015 gab es laut LAGESO 8654 Einsätze gegen Ratten in Berlin.

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Allein nach offiziellen Daten sind Kammerjäger im vergangenen Jahr in Berlin im Schnitt mehr als 20 Mal pro Tag gegen Ratten vorgegangen. Insgesamt waren dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) für 2016 knapp 8700 Anti-Ratten-Maßnahmen bekannt, das sind etwa 40 mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark hervor. 2014 waren noch deutlich weniger Bekämpfungen gemeldet worden: nur 7420.

Erfasst sind nach Angaben einer Lageso-Sprecherin Einsätze, die von Gesundheitsämtern beauftragt wurden, etwa in Parks, aber auch Meldungen von Hauseigentümern zum Beispiel. Laut Berliner Landesverband des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbands liegen die tatsächlichen Zahlen wohl deutlich höher, weil nicht alle Einsätze den Behörden gemeldet werden. Für 2016 lag dem Verband noch keine eigene Auswertung vor.

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