Notfälle

Feuer in besetzter Gerhart-Hauptmann-Schule: ein Verletzter

Zeitweise lebten mehrere hundert Flüchtlinge in der leerstehende Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. Es gab mehrere Anläufe, das Gebäude zu räumen und Pläne, ein Flüchtlingszentrum einzurichten. Nun hat es dort gebrannt.

Feuerwehrautos stehen vor der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße.

Feuerwehrautos stehen vor der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße.

Foto: dpa

Berlin. Bei einem Feuer in der lange besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg hat ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes am Sonntagmorgen eine Rauchvergiftung erlitten. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht. Das Gebäude war seit 2012 immer wieder von Flüchtlingen und Obdachlosen besetzt worden. Ein Sicherheitsdienst sollte weitere Hausbesetzer abhalten. Die Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen, als die Feuerwehr eintraf.

Das Feuer brach laut Angaben im ersten Stock aus. Die Flammen schlugen durch die Decke in die zweite Etage. Der Brand ist mittlerweile gelöscht. Die Feuerwehr hat große Löcher in die Decke gesägt, um mögliche Glutnester zu entfernen. Insgesamt waren 50 Kräfte im Einsatz. Die Ursache des Feuers war noch unklar.

Die Ohlauer Straße war zwischen Wiener Straße und Reichenberger Straße während der Löscharbeiten mehr als zwei Stunden gesperrt.