Justizsenator

Zahl der Suizide in Berliner Gefängnissen ist gestiegen

Im vergangenen Jahr brachten sich sieben Häftlinge um. 2015 waren es zwei. Besonders häufig betroffen: die JVA Moabit.

Die JVA Moabit

Die JVA Moabit

Foto: Bernd Settnik / dpa

In den Berliner Gefängnissen hat es im Vorjahr deutlich mehr Suizide gegeben als zuletzt. 2016 seien sieben Suizide von Gefangenen registriert worden, 2015 seien es zwei gewesen, teilte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus mit. Allein vier Gefangene brachten sich demnach in der JVA Moabit um.

„Das ist eine besorgniserregende Häufung“, sagte Behrendt zu der Entwicklung. In den Haftanstalten werde einiges getan, um solche Selbsttötungen etwa mit Hilfe von Anstaltspsychologen oder geschulten Mitarbeitern zu verhindern. Allerdings sei es in den vergangenen Jahren schwierig gewesen, qualifizierte Psychologen oder Psychiater etwa für Moabit zu finden. „Ich könnte mir da mehr vorstellen.“