Berlin

Landesamt für Flüchtlinge weist Kritik zurück

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat Kritik an den Zuständen in der Flüchtlingsunterkunft in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof zurückgewiesen. Der Journalist Shams ul-Haq hatte im Interview mit der Berliner Morgenpost von schweren Missständen in der Flüchtlingsunterkunft gesprochen. Dem widerspricht das LAV vehement.

So sei es falsch, dass Tempelhof die größte Flüchtlingsunterkunft Deutschlands sei. Auch die Kritik an den Sanitäranlagen entspreche nicht der Wahrheit. „Den Bewohnern stehen 153 Duschen und 149 Toiletten zur Verfügung“, sagt LAF-Sprecher Sascha Langenbach. „Sie werden den ganzen Tag über von Reinigungspersonal gereinigt und sind jederzeit in einem guten und sauberen Zustand.“ Auch der Vorwurf, es gebe zu wenig Sozialarbeiter, trifft Langenbach zufolge nicht zu. Insgesamt seien 83 Personen in den Sozialteams tätig, außerdem beschäftige der Betreiber psychologisches Fachpersonal. Auch ein Gesundheitsdienst stehe den Bewohnern zur Verfügung. Behauptungen zu sexuellen Übergriffen und Fehlern bei der Abnahme von Fingerabdrücken entsprächen ebenfalls nicht der Wahrheit.

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