Netzaktivistin

Blumenstrauß-Attacke: Anke Domscheit-Berg muss zahlen

Die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg ist wegen Körperverletzung verurteilt worden. Sie soll einen Polizisten verletzt haben.

Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg wartet auf ihren Prozessbeginn wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Die frühere Piraten-Politikerin soll im Juni 2015 bei einer Mahnwache in der Hauptstadt Polizisten attackiert haben.

Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg wartet auf ihren Prozessbeginn wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Die frühere Piraten-Politikerin soll im Juni 2015 bei einer Mahnwache in der Hauptstadt Polizisten attackiert haben.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg ist nach einem Tauziehen mit Polizisten um einen Blumenstrauß zu einer Strafe von 600 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach die frühere Piraten-Politikerin, die bei der Bundestagswahl 2017 für die Brandenburger Linke kandidieren will, am Donnerstag der Körperverletzung schuldig.

Bei einer Mahnwache im Juni 2015 in der Hauptstadt habe Domscheit-Berg im Gerangel eine Beamtin „mit ihren Fingernägeln erwischt“ und eine kleine Kratzwunde verursacht. Dies habe aber auch die Geschädigte als Lappalie angesehen. Die Anwältin von Domscheit-Berg, die Freispruch will, kündigte Rechtsmittel an.

Der Netzaktivistin war zur Last gelegt worden, bei der Mahnwache für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge mit dem Blumenstrauß gegen die Kamera eines Polizisten geschlagen und einem weiteren Beamten mit den Blumenstielen durch den offenen Helm ins Gesicht gestochen zu haben.