Berlin

Mietrebellin "Oma Anni" ist tot

Sie war das Gesicht des Wahlkampfes der Berliner Linkspartei: Anni Lenz ist in der Nacht zum 28. Dezember verstorben.

"Oma Anni" auf einem Wahlplakat

"Oma Anni" auf einem Wahlplakat

Foto: Wolfram Kastl / dpa

Die als „Mietrebellin“ bekannt gewordene Anni Lenz alias „Oma Anni“, ist tot. Das teilte die Berliner Linkspartei am Freitag in einer Traueranzeige auf ihrem Twitter-Account mit. Die Linke hatte im Abgeordnetenhaus-Wahlkampf mit „Oma Anni“ auf Plakaten geworben, obwohl diese SPD-Wählerin war.

„Der Platz an ihrem Fenster mag zwar nun leer sein, aber ihre Herzlichkeit und liebevolle Art, mit der sie uns stets auf ihrer Terasse empfangen hat, bleibt unvergessen“, schreibt die Linke in ihrer Anzeige. Sie sei eine "Symbolfigur des Widerstands für den unbeugsamen Kampf von Mieterinnen und Mietern um ihr Zuhause und gegen Verdrängung."

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Berlins Linken-Chef Klaus Lederer schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Ich habe Oma Anni am Steinberg getroffen und großen Respekt vor ihr gewonnen. Fühle mit ihren Freunden und Angehörigen."

Oma Anni erlangte als Mieterin in einer Siedlung in Reinickendorf Bekanntheit, weil sie sich gegen Mieterhöhung in ihrem Viertel einsetzte. Obwohl sie stets der SPD nahestand, willigte sie ein, das Gesicht der Wahlkampagne der Linken für die Abgeordnetenhauswahl 2016 zu sein.