Frohnau

Zebrastreifen auf der Warteliste der Senatsverwaltung

Endlich kommt die sichere Überführung für die Schüler der Evangelischen Schule Frohnau. 40 weitere Zebrastreifen sind noch auf der Warteliste.

Grünes Licht für Zebrastreifen vor der Evangelischen Schule Frohnau

Grünes Licht für Zebrastreifen vor der Evangelischen Schule Frohnau

Foto: Massimo Rodari

Die Anordnung steht, jetzt müssen nur noch die Mittel freigegeben werden. Dann heißt es: Grünes Licht für neue Zebrastreifen, die auf der Warteliste der Senatsverwaltung für Verkehr stehen. Beispielsweise im Reinickendorfer Ortsteil Frohnau. Dort soll endlich auf dem Sigismundkorso vor der Evangelischen Schule Frohnau ein Zebrastreifen eingerichtet werden. Wie der CDU-Abgeordnete Jürn Jakob Schultze-Berndt jetzt auf seiner Facebook-Seite postete, soll die sicherere Straßenüberquerung 2017 realisiert werden.

Zebrastreifen Frohnauer Schule

Damit, so Schultze-Berndt, habe die zuständige Verkehrslenkung Berlin den Wunsch vieler Frohnauer aufgenommen und einen Zebrastreifen vor dem Hort der Evangelischen Schule auf dem stark befahrenen Sigismundkorso angeordnet. Da der Hort nördlich der Hauptstraße liegt, sich die Grundschule anders als das Gymnasium aber südlich des Sigismundkorsos befindet, sind die Schüler gezwungen, an dieser Stelle die Straße zu überqueren.„Bislang sind morgens Schülerlotsen im Einsatz, aber wir haben für diesen Standort schon lange einen Zebrastreifen gefordert, und auch die Schule selbst und andere haben entsprechende Appelle formuliert“, bestätigte Schultze-Berndt am Donnerstag auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Bereits 2014 hatte der Abgeordnete am Rande der Planungen für den Zebrastreifen am Zeltinger Platz mit der Berliner Verkehrslenkung auch über die Notwendigkeit eines Zebrastreifens vor der Evangelischen Schule Frohnau gesprochen.

Dass diese Maßnahme von der Verkehrslenkung Berlin jetzt angeordnet wurde, erfuhr Schultze-Berndt durch die aktuelle Antwort auf seine schriftliche Anfrage, die er Anfang Dezember erneut an die Verkehrsverwaltung gestellt hatte.

Zusage der Finanzmittel steht noch aus

Wie der Antwort zu entnehmen ist, hat die Verkehrslenkung Berlin neben dem Standort Sigismundkorso 13 vor der Schule in Frohnau allein für Reinickendorf noch weitere fünf Zebrastreifen angeordnet. Sie stehen so wie etwa 40 weitere geprüfte und angeordnete Standorte für Zebrastreifen in anderen Bezirken allerdings momentan noch auf der Warteliste der Senatsverwaltung für Verkehr. Die Zusage der Mittel steht noch aus.

Schultze-Berndts Ehefrau, CDU-Baustadträtin im Bezirk, liegt nach eigener Aussage die Anordnung für die geplanten Zebrastreifen bislang noch nicht vor. „Ich hoffe, dass wir den Zebrastreifen im Jahr 2017 realiseren können, denn das ist natürlich für die Sicherheit der Kinder äußerst wichtig“, sagte Katrin Schultze-Berndt am Donnerstag dieser Zeitung. Sobald die Anordnung vorliege, werde man mit den Planungen und danach mit den vorgeschriebenen Ausschreibungen für die erforderliche Baumaßnahme beginnen.

Zu den konkreten Kosten könne sie noch nichts Genaues sagen, nur so viel: Es wird sicher nicht so kostspielig wie Reinickendorfs teuerster Zebra­streifen am Zeltinger Platz in Frohnau. Die wegen Denkmalschutzes und anderer Bedingungen sehr aufwendigen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit dort sollen nach Angaben des Abgeordneten Schultze-Berndt knapp 300.000 Euro gekostet haben.

Normalerweise liegen die Kosten für Fußgängerüberwege bei durchschnittlich 30.000 Euro, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Verkehr am Donnerstag mitteilte. Wann die Mittel für die angeordneten Zebrastreifen freigestellt werden, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Berlin hat seit 2001 ein Sonderprogramm zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Fußverkehr. Im Rahmen dieses Programms werden jedes Jahr rund 30 bis 40 neue Fußgängerüberwege eingerichtet. Insgesamt wurden bereits etwa 400 neue Zebrastreifen in Betrieb genommen. Die Fußgängerüberwege sind laut Senatsverkehrsverwaltung genauso sicher wie Ampeln und haben zudem auch die gleiche verkehrsrechtliche Bedeutung wie eine rote Ampel.

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