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Berliner stürmen auch nach Weihnachten Geschäfte

Auch nach Weihnachten sind die Geschäffte gut gefüllt - aber vor allem wegen der Rabatte.

Shopping Meile i.d. City West nach Weihnachten

Shopping Meile i.d. City West nach Weihnachten

Foto: Amin Akhtar

Der Pullover passt nicht, die CD gefällt nicht oder das Buch steht schon längst im Regal. Nach der Weihnachtsbescherung kommt der Umtausch. Alle Jahre wieder. Doch am ersten Tag nach den Feiertagen waren die Berliner mit dem Geschenkeumtausch noch zurückhaltend. „Das läuft so kurz nach Weihnachten langsam an, heute kaufen die Leute erst mal Lebensmittel, gegen Wochenende und Jahresanfang nimmt der Umtausch dann meist zu“, bestätigte am Dienstag eine Mitarbeiterin bei Peek & Cloppenburg an der Tauentzienstraße in der City West. Dort gab es mittags noch keinen Andrang an der zentralen Umtausch-Stelle. Schlange standen die Kunden eher an den Kassen wegen der aktuellen Preisnachlässe.

Umtausch ist eine Kulanz des Handels

Auch das KaDeWe war am Dienstag gut besucht, doch „der Umtausch hält sich bislang noch in Grenzen“, waren sich ein Mitarbeiter in der Abteilung für Herrenoberbekleidung sowie eine Kassiererin in der Abteilung für Damenmode einig. „Die Kunden kommen eher wegen der Angebote. Oder es sind Touristen, die sich umschauen“, so der Verkäufer im KaDeWe.

Ein Recht auf Umtausch besteht übrigens nicht, wie Günter Päts , stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, der Berliner Morgenpost bestätigte. „Das ist reine Kulanz des Handels“, so Päts weiter. Der Umtausch an sich spiele zudem eine geringe Rolle, die Kunden kaufen gezielter. „Wir verzeichnen schon seit einigen Jahren eine Umtauschquote von etwa fünf Prozent.“ Wie es in diesem Jahr konkret aussehe, könne man derzeit aber noch nicht sagen. Man müsse erst die zu Jahresanfang übliche repräsentative Befragung der Händler zum Weihnachtsgeschäft abwarten, die der Handelsverband Berlin-Brandenburg dann auswerte. So wie auch dann erst grundsätzliche Aussagen zum Weihnachtsgeschäft möglich seien. Kurz nach dem schrecklichen Anschlag auf dem Weinachtsmarkt in der City West sei die Kundenfrequenz spürbar verhaltener gewesen, zwei Tage später aber wieder relativ normal, so Päts.

Dass weniger Waren umgetauscht werden, bestätigt auch Reinhard Schöwe. Der Geschäftsführer Personal und Organisation der Galeria Kaufhof Berlin Alexanderplatz sagte auf Nachfrage, die Tendenz sei „eher rückläufig“. Das liegt nach Ansicht von Schöwe auch daran, „dass häufig Geld und zudem auch immer öfter Gutscheine verschenkt werden, wodurch die Geschenke zielgerichtet ausgewählt werden“. So registriere man im Weihnachtsgeschäft einen Anstieg der Gutscheinverkäufe von 50 bis 60 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Gutschein-Verkauf über das Jahr. Konkrete Zahlen könne man nicht nennen.