Beschluss

Sigrid Nikutta bleibt bis 2022 Chefin der BVG

Der Vertrag der 47-Jährigen wurde um fünf Jahre verlängert. Nikutta ist seit Oktober 2010 Chefin der BVG.

Sigrid Nikutta

Sigrid Nikutta

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Sigrid Nikutta soll bis Ende 2022 Vorstandschefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bleiben. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) habe bereits am Montag beschlossen, den Ende 2017 auslaufenden Vertrag Nikuttas um weitere fünf Jahre zu verlängern. Das teilte die Senats­finanzverwaltung am Freitag mit. Die 47-Jährige steht bereits seit Oktober 2010 an der Spitze der Verkehrsbetriebe. Dem Vorstand gehören außerdem Henrik Haenecke für den Bereich Finanzen und Dirk Schulte für Personal an.

Die Managerin, promovierte Psychologin, hatte bei der Deutschen Bahn Karriere gemacht, bevor sie zur Vorstandsvorsitzenden der BVG gekürt wurde. Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und drei Töchter und gilt als Paradebeispiel einer weiblichen Führungskraft, der es gelingt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Nikutta ist in der Unternehmensgeschichte die erste Frau an der Spitze. Unter ihrer Führung entwickelte sich die BVG sehr positiv und erwirtschaftete im Jahr 2014 ein Plus von 7,4 Millionen Euro und damit erstmals ein positives Betriebsergebnis.

Dank steigender Fahrgastzahlen, höherer Ticketpreise und einem Zuschuss des Landes Berlin von knapp 550 Millionen Euro konnte die BVG das Geschäftsjahr 2015 sogar mit einem Überschuss von 18,3 Millionen Euro abschließen. Sie transportierte erstmals mehr als eine Milliarde Fahrgäste, ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Dennoch lastet auf dem Unternehmen ein riesiger Schuldenberg. Allerdings sind die Verbindlichkeiten auf rund 680 Millionen Euro gesunken. Noch 2012 stand die BVG mit knapp 810 Millionen Euro in der Kreide.

„Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat sich für die Wiederbestellung von Frau Nikutta für 2018 bis 2022 ausgesprochen hat“, sagte Finanzsenator Kollatz-Ahnen der Berliner Morgenpost. Die BVG sei in einer positiven Entwicklung. „Das Ziel für die Zukunft heißt noch bessere betriebliche Leistungen für die wachsende Stadt“, gab der Senator die Richtung vor. Die BVG wurde im Dezember 1928 als „Berliner Verkehrs-Aktien-Gesellschaft“ mit 400 Millionen Reichsmark Kapital gegründet. Heute beschäftigt sie rund 14.000 Mitarbeiter.