Fall in Hamburg

Erstochener Schüler: Polizei prüft Verbindung zu Anis Amri

Hat der mutmaßliche Attentäter vom Breitscheidplatz im Oktober einen 16-Jährigen erstochen? Hamburger Polizei prüft Verbindung.

Unter der Kennedybrücke in Hamburg wurde am 16. Oktober der 16-jährige Schüler Victor E. erstochen

Unter der Kennedybrücke in Hamburg wurde am 16. Oktober der 16-jährige Schüler Victor E. erstochen

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin prüft die Hamburger Polizei eine Verbindung zu dem rätselhaften Mord an Victor E. an der Kennedybrücke. Die Mordkommission stellte Ähnlichkeiten zwischen dem mutmaßlichen Terroristen Anis Amri und dem Phantombild in dem Mordfall fest. „Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen“, sagte Polizeisprecher Timo Zill dem Hamburger Abendblatt.

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Der 16-Jährige Victor E. war am 16. Oktober am Alsterufer plötzlich angegriffen und mit Messerstichen tödlich verletzt worden – die 15 Jahre alte Freundin des Täters stieß der unbekannte Täter in das Wasser. Trotz einer aufwändigen Öffentlichkeitsfahndung fehlte den Beamten bislang eine heiße Spur. Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hatte den Mord für sich reklamiert, die Polizei einen islamistischen Hintergrund aber als wenig wahrscheinlich bezeichnet.

Bislang gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass der Tunesier Anis Amri neben dem Anschlag von Berlin auch für den Mord an Victor E. verantwortlich sein könnte. Nach Abendblatt-Informationen war der 24-Jährige zwischenzeitlich Hamburg zugewiesen, nachdem er einen Asylantrag in Deutschland gestellt hatte. Er wurde jedoch in der Hansestadt nie von Ausländerbehörde und Polizei erfasst.