Berlin

Michael Müller ist jetzt 198-facher Patenonkel

Der Regierende Bürgermeister unterstützt drei neue Drillings-Elternpaare bei der Erstausstattung für den Nachwuchs.

Frohe Kunde inmitten dramatischer Tage: Michael Müller (M.) mit seinen neuen Patenkindern und deren Eltern

Frohe Kunde inmitten dramatischer Tage: Michael Müller (M.) mit seinen neuen Patenkindern und deren Eltern

Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Michael Müller (SPD) war sichtlich entspannt, als er am Mittwochnachmittag im Säulensaal des Roten Rathauses neun neue Patenkinder und ihre Eltern empfing. Es seien bittere Tage, sagte er mit Blick auf den Terroranschlag, der Berlin seit Montagabend in Atem hält. „Die vergangenen 48 Stunden waren sehr bewegend für mich und sicher für jeden Berliner“, sagte Müller. Er wünschte den anwesenden Familien, dass ihre Kinder eine glückliche Kindheit haben werden und dass sie in Berlin behütet aufwachsen können.

Nach seiner kurzen Rede überreichte der Regierende Bürgermeister den drei Familien, die mit ihren Drillingen gekommen waren, je eine Patenschaftsurkunde. Er habe von seinem Vorgänger Klaus Wowereit den Brauch übernommen, die Ehrenpatenschaft für Mehrlingsgeburten zu übernehmen, sagte Müller. Gegenwärtig sei er „Patenonkel“ von 103 Mädchen und 95 Jungen. Den Eltern sagte er: „Wir wollen damit würdigen, was sie in Zukunft leisten müssen und was noch an Aufgaben auf sie zukommt.“ Er habe zwei erwachsene Kinder und wisse, was es heißt, Kinder großzuziehen. Es sei eine große Herausforderung aber auch ein großes Glück, so Müller weiter.

Annika (35) und Christian (43) Kant aus Lichtenrade waren mit ihren Drillingen Annabell, Charlotte und Maximilian gekommen. Die drei sind am 21. April geboren worden. „Es ist schön und schön anstrengend mit den Kindern“, sagte Annika Kant. Zum Glück würden die beiden Großmütter und eine ehrenamtliche Helferin vom Roten Kreuz ihr zur Seite stehen.

„Einfach ein bisschen zur Ruhe kommen“

Christian Kant sagte, dass sie gerade von Tag zu Tag leben würden. „Wir freuen uns jetzt darauf, dass die Kleinen bald durchschlafen und nicht mehr so oft Bauchweh haben werden.“ Weihnachten werde dieses Jahr nicht wie sonst gefeiert, und es gebe auch keinen Baum. „Wir sind froh, wenn wir einfach ein bisschen zur Ruhe kommen können“, sagte Christian Kant. Im nächsten Jahr, wenn die Kinder dann größer seien, werde alles nachgeholt.

Über die Patenschaftsurkunde, einen Teddybären für jedes Kind und eine Spende für die Erstausstattung freuten sich auch Familie Saidov aus Charlottenburg, die mit fünf Töchtern kamen, darunter ihre Drillinge Elisa, Isabella und Luisa sowie Anna Toczyska und Antje Nix mit ihren Drillingen Maja, Julia und Nathan.