Breitscheidplatz

Lkw tötet Menschen auf Weihnachtsmarkt - die Reaktionen

Am Breitscheidplatz fuhr ein Lkw in eine Menschenmenge - möglicherweise ein Anschlag. Es gab mehrere Tote. Reaktionen aus der Politik.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD. l.) und Innensenator Andreas Geisel

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD. l.) und Innensenator Andreas Geisel

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Bei einem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind am Montagabend mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Ein Polizeisprecher sagte kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls, es handle sich vermutlich um einen Anschlag. Politiker reagierten bestürzt und geschockt. Hier einige Reaktionen:

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD): „Was wir hier sehen, ist dramatisch“, sagte Müller. Seine Gedanken seien bei den Familien, die Tote oder Verletzte zu beklagen hätten.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) rief zur Besonnenheit aus. „Eine Stadt in Angst hilft niemandem“, sagte Geisel.

Ramona Pop (Grüne), Senatorin für Wirtschaft und Energie, twitterte:

Zu den schrecklichen Ereignissen erklärte sie: "Wir sind erschüttert und trauern um die Toten. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und den Verletzten, ihnen wünschen wir baldige Genesung. Wir danken unseren Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr für ihre schnelle Hilfe und wünschen ihnen viel Kraft. Spekulationen verbieten sich, der Hintergrund dieses furchtbaren Vorfalls muss von den Ermittlungsbehörden aufgeklärt werden. Wer nun voreilige Schlüsse zieht, nutzt das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen aus."

Klaus Lederer (Linke), Senator für Kultur:

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach am Abend den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Mein tief empfundendes Mitgefühl ist mit den Familien und Angehörigen der Opfer.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière: "Meine Gedanken jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls. Ich stehe in unmittelbarem und durchgehendem Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin und habe jede Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten."

SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: "Das ist eine unfassbar traurige Nachricht. Ich bin zutiefst erschüttert. Es ist jetzt nicht die Zeit für Spekulationen."

Die beiden Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, drückten ebenfalls ihr Mitgefühl aus. „Das ist eine furchtbare Tragödie. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer. Es gilt jetzt, Ruhe zu bewahren und die Ermittlungen abzuwarten.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich entsetzt über den möglichen Anschlag in Berlin gezeigt. Während ihres Besuchs im westafrikanischen Mali sprach sie am Montagabend von „bestürzenden Nachrichten“ aus Deutschland. „Wir wissen auch nur das, was wir über die frei zugänglichen Medien in der Kürze erfahren konnten“, sagte sie auf einem Empfang in der deutschen Botschaft in Bamako. Die Gäste bat von der Leyen um einen Moment des Gedenkens für die Opfer.

Bundespräsident Joachim Gauck erklärte: "Ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt."

Regierungssprecher Steffen Seibert meldete sich über Twitter:

Auch Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, äußerte sich via Twitter:

Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault kondolierte bei Twitter und bot jedwede Hilfe und Unterstützung an.

Frankreichs Premierminister Bernard Cazeneuve:

Am späten Abend gab es auch eine Stellungnahme aus den USA: Eine Mitteilung des Nationalen Sicherheitsrates sprach am Montag davon, es habe sich vermutlich um einen terroristischen Anschlag gehandelt. Man habe der deutschen Regierung Unterstützung angeboten.Wörtlich erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Ned Price: „Deutschland ist einer unserer engsten Partner und stärksten Verbündeten. Im Kampf gegen all jene, die unsere Art zu leben und unsere Gesellschaften bedrohen, stehen wir an der Seite Berlins.“

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den tödlichen Zwischenfall als einen „schrecklichen Terrorangriff“ bezeichnet. „Unschuldige Zivilisten wurden auf der Straße ermordet, als sie sich gerade anschickten, die Weihnachtsferien zu feiern“, erklärte Trump am Montag in einer Mitteilung.

„Regelmäßig schlachten der Islamische Staat und andere islamistische Terroristen Christen in ihren Gemeinden ab“, erklärte Trump weiter. Diese Terroristen, ihre regionalen und weltweiten Netzwerke müssten vom Erdboden getilgt werden: „Ein Auftrag, den wir gemeinsam mit allen freiheitsliebenden Partnern durchführen werden.“

EU-Ratspräsident Donald Tusk: „Tief ergriffen von den Neuigkeiten von Weihnachtsmarkt #Breitscheidplatz. Meine Gedanken sind mit den Opfern. Europa ist bereit zu helfen.“

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Brüssel: „Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden. Diese Nachricht erschüttert uns umso mehr, weil sie dort zusammengekommen waren, um die Vorweihnachtszeit zu feiern, die viele mit Besinnlichkeit und Frieden verbinden.“

Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni auf Twitter: „Schmerz wegen des Weihnachts-Massakers in #Berlin, Solidarität mit Angela Merkel und der deutschen Bevölkerung.“

Giechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras:

Auch österreichische Spitzenpolitiker zeigten sich erschüttet. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erklärte via Twitter, seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen: „Nach genauer Analyse brauchen wir besonnene, konsequente Antworten.“ Auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) äußerten auf Twitter ihr Entsetzen und kondolierten den Familien der Opfer. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) sagte: „Europa wird mehr denn je zusammenhalten, um Angriffe auf unsere Gesellschaft zu verhindern.“