Berlin

Morgenpost und 104.6 RTL suchen den Berliner des Jahres

Wer hat 2016 Großes geleistet, Sie beeindruckt und Anerkennung verdient? Machen Sie mit bei der Wahl des Berliner des Jahres.

 Wer hat sich 2016 durch eine besondere Leistung ausgezeichnet?

Wer hat sich 2016 durch eine besondere Leistung ausgezeichnet?

Foto: pa

Bei manchen Berlinern weckt die Zahl 13 Unbehagen, anderen gilt sie als Glücksbringer. Wir vertreten ganz klar die zweite Position, denn zum 13. Mal wählen wir gemeinsam mit Ihnen den „Berliner des Jahres“. 2004 suchte die Berliner Morgenpost erstmals die Persönlichkeit, die im zurückliegenden Jahr Herausragendes in und für Berlin geleistet hatte. Damals wurde dieser besondere Ehrentitel an Peter Raue verliehen. Der Rechtsanwalt und Kulturförderer hatte die berühmte MoMA-Ausstellung mit Werken der modernen Kunst aus New York in die Neue Nationalgalerie gebracht. Dort zog sie 1,2 Millionen Gäste an und bescherte Berlin einen wahren Besuchermagneten.

Nun fragen die Morgenpost und der Radiosender 104.6 RTL erneut: Wer hat sich 2016 durch eine besondere Leistung ausgezeichnet? Wer hat die Berliner überzeugt und dafür gesorgt, dass wir die Ärgernisse des Alltags oder der Politik und die oftmals nicht funktionierende Verwaltung mal für kurze Zeit vergessen konnten. Schlagen Sie uns Menschen vor, die Sie beeindruckt oder berührt haben. Sie können Prominente nominieren, Schauspieler oder Sänger, Sportler oder Künstler, Wissenschaftler oder Unternehmer und, ja, natürlich auch Politiker.

Zu den prominenten Preisträgern der vergangenen Jahre zählt der Unternehmer und Mäzen Hans Wall. Er erhielt die Auszeichnung 2005, weil er sich für viele Projekte in der Stadt starkgemacht und sie großzügig finanziell unterstützt hat. Ebenfalls für sein großes Engagement wurde 2008 der Entertainer Frank Zander geehrt. Sein Gänsebratenessen für mehrere Tausend Arme und Obdachlose im Hotel Estrel ist inzwischen eine Berliner Traditionsveranstaltung. 2009 wurde dem Musiker Peter Fox der Titel zuerkannt. Sein Album „Stadtaffe“ stand damals wochenlang ganz vorn in den Charts, mit dem Song „Schwarz zu Blau“ schuf Fox eine Berlin-Hymne.

Veganer-Streit mit Bär Läsker: Zander zieht Schlussstrich

Nur einem Politiker gelang es bisher, von der Preisjury zum Sieger gekürt zu werden. 2010 überzeugte der damalige Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), mit seinem Einsatz für die Integration und mit seinen unbequemen Zwischenrufen gegen misslungene „Multi-Kulti“-Saumseligkeit. 2012 und 2013 holten sich Sportler die Trophäe, zunächst Diskuswerfer Robert Harting, dann Tennisspielerin Sabine Lisicki. 2014 bekamen zum ersten Mal zwei Berliner gemeinsam den Titel: die Brüder Marc und Christopher Bauder. Der Filmemacher und der Lichtkünstler hatten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Lichtgrenze geschaffen, eine Installation aus 7000 leuchtenden Ballons, ergänzt durch Tafeln und Dokumentarfilme.

Menschen, die im Stillen wirken oder Zivilcourage zeigen

Aber vielleicht ist es gar kein Prominenter, den Sie als „Berliner des Jahres“ vorschlagen möchten. Vielen unserer Leser imponieren Menschen viel mehr, denen es nicht um öffentliche Aufmerksamkeit geht, sondern die zupacken, Gutes tun oder andere retten – die „Helden des Alltags“ eben. 2006 gewann die Ärztin Jenny de la Torre den Titel. Sie betreut mit ihrer Stiftung Obdachlose medizinisch. 2007 eroberte Thomas Dörflein die Herzen der Berliner, als er Eisbär Knut liebevoll aufzog. 2011 siegte Monika Schultz. Sie griff am S-Bahnhof Marzahn bei einer Schlägerei zwischen mehreren Männern ein und zog einen der Beteiligten, der auf die Gleise gestürzt war, wieder auf den Bahnsteig, bevor der nächste Zug einfuhr. Monika Schultz wurde stellvertretend für alle geehrt, die Zivilcourage zeigen.

Im vergangenen Jahr schließlich wurde Philipp Bertram unser „Berliner des Jahres“, auch ein tatkräftiger Held des Alltags. Als im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wurde, gehörte Bertram zu den ehrenamtlichen Helfern der ersten Stunde. Er baute das Heim mit auf, schuf dort verlässliche Strukturen im oft chaotischen Alltag und wurde schließlich stellvertretender Leiter der Notunterkunft. Philipp Bertram bekam den Titel stellvertretend für die vielen Tausend Berliner, die geholfen und sich für Flüchtlinge eingesetzt haben. Vielleicht kennen auch Sie einen solchen Menschen, der mit ehrenamtlichem bürgerschaftlichen Engagement Großes für die Stadt geleistet oder Mut bewiesen hat, als andere in eine Notlage oder eine gefährliche Situation gerieten.

Wer könnte in diesem Jahr Chancen auf den Titel haben? Vielleicht mal wieder ein Sportler? Immerhin war 2016 das Jahr der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Dort holten zum Beispiel die Berliner Ruderer Martin Sauer und Andreas Kuffner Gold im Deutschland-Achter. Aber auch Hertha BSC steht in diesem Jahr in der Fußball-Bundesliga gut da. Trainer Pal Dardai hat es geschafft, seine Elf in der Spitzengruppe zu etablieren. In diesem Jahr begeisterte zudem eine Sportlerin mit einer sehr bewegenden Geschichte viele Berliner: die vor dem Krieg geflohene syrische Schwimmerin Yusra Mardini. Die 18-Jährige, die in unserer Stadt eine neue Heimat fand, durfte in Rio im Flüchtlingsteam an den Start gehen. Heute vermittelt sie Berliner Kindern den Spaß am Sport.

Möglicherweise denken Sie aber auch an Andreas Knieriem, den Direktor von Zoo und Tierpark. Unter seiner Regie werden die beiden Anlagen modernisiert, er sorgte dafür, dass im kommenden Jahr zwei Pandabären nach Berlin kommen. Und vermutlich wächst in der Wurfhöhle der Eisbären im Tierpark gerade ein neuer Publikumsliebling heran. Vielleicht sehen Sie aber auch einen Politiker vorn, etwa Ramona Pop, die die Grünen in die Landesregierung geführt hat und nun Wirtschaftssenatorin ist. Oder eine Künstlerin wie die Regisseurin Maren Ade, deren Film „Toni Erdmann“ vor wenigen Tagen beim Europäischen Filmpreis in allen wichtigen Kategorien gewonnen hat und für den Golden Globe nominiert ist?

Für wen auch immer Sie votieren: Schreiben Sie uns, beteiligen Sie sich an der Wahl zum „Berliner des Jahres 2016“ und gewinnen Sie einen unserer wertvollen Buchpreise.

So nehmen Sie teil:

Schicken Sie Ihre Vorschläge per E-Mail an: aktionen@morgenpost.de, Stichwort „Berliner 2016“. Oder schreiben Sie eine Postkarte an die Berliner Morgenpost, Lokalredaktion, Stichwort „Berliner 2016“, Kurfürstendamm 22 in 10719 Berlin. Oder schicken Sie ein Fax mit dem Stichwort „Berliner 2016“, Faxnummer: (030) 88 72 77 967.

Einsendeschluss

Ihr Vorschlag muss bis zum Donnerstag, 22. Dezember, 20 Uhr, bei uns eingegangen sein. Bitte schreiben Sie zu der von Ihnen favorisierten Person eine kurze Begründung, warum dieser Berliner oder diese Berlinerin es verdient hat, ausgezeichnet zu werden.

Entscheidung

Aus allen Vorschlägen stellen die Berliner Morgenpost und 104.6 RTL eine Liste mit 50 Kandidaten zusammen, die eine Jury auswertet. Diese Liste erscheint nach Weihnachten in der Berliner Morgenpost. Anfang des kommenden Jahres verraten wir Ihnen, wer „Berliner des Jahres 2016“ geworden ist.

Unter allen Einsendern verlosen wir Buchpräsente.

Das sind die Gewinner der letzten Jahre