Nach U-Bahn-Tritt

Michael Kuhr will Stiftung zur Verbrechensaufklärung gründen

Michael Kuhr war nach dem Tritt gegen eine Frau in Neukölln so erbost, dass er ein Kopfgeld von 2000 Euro auslobte. Jetzt legt er nach.

Personenschützer Michael Kuhr

Personenschützer Michael Kuhr

Foto: Steffen Pletl

Nach dem brutalen Tritt gegen eine 26-Jährige auf einer Treppe am U-Bahnhof Hermannstraße meldete sich der Berliner Kickboxer und Personenschützer Michael Kuhr via Facebook zu Wort. "Ich bezahle ein 'Kopfgeld' von 2000 Euro,- € für den Namen und die Adresse von diesem Bastard!", schrieb Kuhr auf seiner Seite. Mittlerweile hat die Berliner Polizei die Identität des Täters ermittelt und sucht den Treppenschubser Svetoslav S. per Haftbefehl.

Michael Kuhr lässt der Fall nicht los. Nun kündigte er sogar die Gründung der "Michael Kuhr-Stiftung" an. Sie soll laut einer Erklärung von Donnerstag "durch zielgerichteten Einsatz sozialer Medien bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen zu einer Effizienzsteigerung staatlicher Strafverfolgung beitragen". Der Berliner Morgenpost sagte Kuhr, er habe nach Veröffentlichung seines Aufrufs Spenden in Höhe von etwa 100.000 Euro zugesagt bekommen. Mit der Stiftung wolle er mit solchen Spenden "unbürokratische Opferhilfe leisten". kündigte Kuhr an. Diesen Freitag will Kuhr die Stiftung bei einer Pressekonferenz vorstellen.

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Bei dem Treppentreter von Neukölln soll es sich um den Bulgaren Svetoslav S. handeln. Die Polizei sucht ihn per Haftbefehl.
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