Dienstwagen

BVG-Mitarbeiter fahren jetzt komplett unter Strom

Was bei den E-Bussen noch hapert, funktioniert bei den BVG-Dienstwagen umso besser: Mehr als 100 Fahrzeuge wurden angeschafft.

Der Renault Kangoo hat eine Reichweite von 120 Kilometern

Der Renault Kangoo hat eine Reichweite von 120 Kilometern

Foto: BVG / BM

Ab 2020 dürfen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) laut Senatsbeschluss nur noch emissionsfreie Busse anschaffen. Ob das gelingt, ist wegen Zuverlässigkeit und Lieferbarkeit der verfügbaren E-Busse mehr als fraglich.

Besser läuft es da bei der rund 100 Fahrzeug starken BVG-Dienstwagenflotte. Sie besteht inzwischen nahezu vollständig aus Elektroautos. Modelle von sieben verschiedenen Herstellern wurden für drei Jahre geleast.

BVG hofft auf einen „Mulitiplikatoreffekt“

Sie haben eine Reichweite zwischen 120 und 200 Kilometern. An 17 Standorten wurden Ladesäulen mit mehr als insgesamt 100 Ladepunkten installiert. Die Anschaffung ist laut BVG „kostenneutral“, weil gefördert.

Auch BVG-Chefin Sigrid Nikutta soll für Termine schon die knallgelbe B-Klasse von Mercedes genutzt haben. Für längere Dienstfahrten stehen ihr und Kollegen wegen der geringen Reichweite der E-Autos weiterhin fünf „normale“ Wagen zur Verfügung. Die BVG hofft auf einen „Multiplikatoreffekt“: Wenn die Mitarbeiter beruflich elektrisch fahren, schaffen sie sich vielleicht auch privat ein E-Auto an.