Jahreswechsel

Wie Berlins Polizei Silvester absichern will

Die Polizei in Berlin will Silvester ähnlich agieren wie im vergangenen Jahr. Besondere Maßnahmen wie in Köln seien nicht geplant.

Polizeiwagen stehen am 31.12.2015 in Berlin im Tiergarten entlang der Straße des 17. Juni

Polizeiwagen stehen am 31.12.2015 in Berlin im Tiergarten entlang der Straße des 17. Juni

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Berliner Polizei will in der Silvesternacht ähnlich agieren wie im vergangenen Jahr. Besondere Maßnahmen oder deutlich mehr Polizisten wie sie am Montag von der Kölner Polizei wegen der Angriffe auf Frauen im vergangenen Jahr angekündigt wurden, sind nicht geplant. „Wir werden am bewährten Einsatzkonzept nichts ändern“, sagte ein Polizeisprecher. Details gibt die Berliner Polizei wie üblich nicht bekannt. In der vergangenen Silvesternacht waren neben den regulären Einsatzkräften zusätzlich 1700 Polizisten im Einsatz.

Ende 2015 hatte die Polizei wegen der Terroranschläge von Paris besonders die große Silvesterfeier am Brandenburger Tor im Auge haben. Dort waren 900 Polizisten statt 750 wie im Vorjahr unterwegs. Dazu kamen 600 private Wachleute. Auch Sprengstoffsuchhunde wurden eingesetzt.

Massives Polizeiaufgebot soll Silvester in Köln sichern

In Berlin stellt sich die Lage zu Silvester anders dar als in Köln oder Hamburg. Zwar werden am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni wie in den Vorjahren Zehntausende Menschen feiern. Auf dem abgesperrten Gelände sind allerdings Böller und Feuerwerk ebenso wie Glasflaschen und Dosen verboten, an den Eingängen werden Taschen und Rucksäcke durchsucht. Die Stimmung ist dort meist viel kontrollierter als an vielen anderen Orten in Berlin.

Auf größeren Plätzen in Neukölln, Kreuzberg, Wedding oder Mitte kann es in der Silvesternacht hingegen deutlich aggressiver zugehen. Die Polizei muss sich also dezentral auf viele Einsatzorte einstellen und kann sich nicht wie in Köln auf eine Innenstadt konzentrieren.

In der Silvesternacht 2015/16 zählte die Polizei 1749 Einsätze - 500 mehr als im Jahr zuvor. Es gab zwar auch Übergriffe gegen Frauen, unter den Tätern waren wie in Köln Flüchtlinge und Einwanderer, zudem wurden auch Polizisten und Passanten mit Böllern beworfen und angegriffen - die Vorfälle erreichten aber bei weitem nicht das Ausmaß der Eskalation wie am Rhein.