Feuer

Zwölf Menschen mit Rauchvergiftung bei Brand in Kreuzberg

Unter den Verletzten befinden sich insgesamt neun Kinder. Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle.

Ein Kinderwagen stand in Flammen

Ein Kinderwagen stand in Flammen

Foto: Thomas Peise

Bei einem Brand in einem Wohnhaus an der Prinzenstraße Ecke Ritterstraße in Kreuzberg erlitten zwölf Personen Rauchgasvergiftungen. Unter ihnen neun Kinder. Sie wurden von Notärzten medizinisch in drei Rettungswagen betreut.

Die Feuerwehr wurde um 17.40 Uhr alarmiert, hatte das Feuer aber schnell gelöscht. Anfangs hieß es, es würde sich um einen Wohnungsbrand in der dritten Etage handeln. Am Einsatzort selber stellte sich heraus, dass es ein Kinderwagen im Keller war, der vermutlich in Brand gesetzt wurde. Die Einsatzkräfte konnten den brand mit nur 10 Litern Wasser löschen.

„Der Rauch aus dem Keller stieg schnell im Treppenhaus nach oben“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr der Berliner Morgenpost. „Dann wurde eine Wohnungstür in der dritten Etage des Hauses geöffnet.

In der Wohnung selber stand auch ein Fenster offen, so dass der Rauch sofort in die Wohnung gezogen ist.“ Aus dieser Wohnung mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr auch einige der Kinder retten.

Das Feuer wurde schnell gelöscht

Andere Bewohner sind eigenmächtig durch den verqualmten Hausflur ins Freie geflüchtet. Dadurch hätten sie ebenfalls Rauchgasvergiftungen erlitten. „Das hätte nicht sein müssen“ sagte der Feuerwehrsprecher. Er wies darauf hin, dass es bei einem Brand außerhalb der Wohnung geboten sei, diese nicht zu verlassen und auf Anweisungen der Feuerwehr zu warten.

„Die Menschen waren in ihren Wohnungen absolut sicher. Erst als sie in den Flur gegangen sind, haben sie sich der Gefahr ausgesetzt.“