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Lucia bringt Licht in die dunkle Jahreszeit

Das Luciafest hellt den Advent auf. Das Fest kommt aus Schweden – und wird auch in Berlin groß gefeiert.

Lucia, die Lichterkönigin und ihr Gefolge – hier bei einem „Auftritt“ im Auswärtigen Amt

Lucia, die Lichterkönigin und ihr Gefolge – hier bei einem „Auftritt“ im Auswärtigen Amt

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Während der dunklen Jahreszeit, am 13. Dezember, feiern die Schweden das Luciafest. Es ist einer der wichtigsten Traditionen des Jahres. Das Fest wird nicht nur in Schweden gefeiert, sondern auch hier in Deutschland. Ein Beispiel ist die Schwedische Schule in Berlin – dort wird das Fest schon seit der Existenz der Schule gefeiert, sagt Inger Urbye Böhm, die Leiterin des ganzen Lucia-Projektes.

Die ausgewählten Kinder der schwedischen Schule und der Chor der schwedischen Kirche arbeiten zusammen, um diese beliebte Tradition zu feiern. Schon im Herbst fängt Inger damit an, die Kinder im Musikunterricht vorzubereiten, so dass alles perfekt klappt bei der großen Aufführung in der Schule und abends in der Auerkirche. Die große Ehre. Lucia zu sein, bekommt das Mädchen, das am längsten in die schwedische Schule geht.

Das Luciafest am 13. Dezember hat sich hauptsächlich in Schweden entwickelt, verbreitet und wird überwiegend dort gefeiert. Dieser Tag wurde bis zum 18. Jahrhundert als der Wintersonnenwendetag benannt. Gleichzeitig ist es der Gedenktag der Heiligen Lucia aus Syrakus in Italien.

Die Sage von Lucia, der heiligen Märtyrerin, erzählt, wie sie die geflohenen Christen mit Nahrung in den Katakomben versorgte. Um die Hände in der Dunkelheit frei benutzen zu können, hat sie einen Kranz mit Kerzen auf ihrem Kopf getragen. So hat sich die heutige Lucia entwickelt, wo junge Mädchen in weißen Kleidern und mit Kerzen auf dem Kopf oder in der Hand Licht in den schwedischen Winter bringen.

Pfefferkuchen, Glühwein und heiße Schokolade

Heutzutage hat das Fest nicht mehr viel mit der Kirche oder der heiligen Lucia zu tun. Heute wird Lucia in der Familie, bei der Arbeit, in den Schulen und Kindergärten sowie auch in Krankenhäuser, Altersheimen und in anderen öffentlichen Institutionen gefeiert. Bei den Lucia-prozessionen wird oft Geld für gute Zwecke gesammelt. Das Saffransgebäck (Lussekatter) und Pepparkakor mit Glögg oder heiße Schokolade sind typische Begleiter dieses Tages.

Die Luciafeier in der Auerkirche ist seit Jahren für Schweden, aber auch für Berliner ein sehr beliebtes Event. Die schwedische Luciatradition ist auch in Berlin seit Jahren ein sehr geschätzter Höhepunkt der dunklen Jahreszeit. Wer nicht ein Platz in der sehr vollen Auerkirche am Luciatag findet, kann immer versuchen Karten für das Luciakonzert mit “Stockholms Musikgymnasiums Kammar Kör” im Berliner Dom am 14. Dezember zu kaufen.

Freya Banke-Wallis, Klasse 8DN1, Berlin International School, Dahlem