Berliner Regierung

Rot-schwarzer Senat verabschiedet sich mit Mini-Sitzung

Die von SPD und CDU geführte Berliner Regierung ist Geschichte: Die letzte Sitzung dauerte nur zehn Minuten. Kekse gab es nicht.

Alter und neuer Senatschef: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Alter und neuer Senatschef: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Foto: dpa

Nach zehn Minuten war alles vorbei: Mit einer letzten Mini-Sitzung hat der rot-schwarze Senat in Berlin am Dienstag seine Arbeit praktisch beendet. Es habe sich im Grunde um eine normale Sitzung gehandelt, berichtete Senatssprecher Bernhard Schodrowski anschließend. „Aber es ist schon deutlich geworden, dass es sich um eine Zäsur handelt.“

Die Stimmung sei gelöst gewesen, entschuldigt gefehlt habe nur Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), so der Sprecher. Der alte und designierte neue Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) habe in einem kurzen Schlusswort darauf aufmerksam gemacht, dass die Senatoren von SPD und CDU gut zusammengearbeitet hätten.

Insgesamt kam der Senat in der Legislaturperiode 2011-2016 zu 228 Sitzungen zusammen, die zwischen fünf Minuten und zwei Stunden dauerten. Dabei wurden 3588 Themen behandelt. „Zahlenmäßig kann sich das durchaus sehen lassen“, meinte Schodrowski und fügte augenzwinkernd hinzu: „Also faul waren sie nicht.“

Keine Kekse oder Knabbereien

Auch bei der letzten Sitzung ausgerechnet am Nikolaustag wurden übrigens weder Speisen noch Getränke gereicht, auch keine Kekse oder Knabbereien. „In Senatssitzungen wurde nie gegessen oder getrunken, sondern beschlossen“, sagte der scheidende Senatssprecher.

Am Donnerstag übernimmt Rot-Rot-Grün. Dann soll Müller im Abgeordnetenhaus erneut zum Regierenden Bürgermeister gewählt werden. Die Senatoren werden anschließend im Roten Rathaus vereidigt.