„Stadtbäume für Berlin“

Wie wäre es mit einer Baum-Patenschaft zu Weihnachten?

Wie wäre es aber mit einem Berliner Straßenbaum zum Fest? Der Senat appelliert an die Berliner, zum Fest Patenschaften zu verschenken.

In Berlin werden Jahr für Jahr mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt

In Berlin werden Jahr für Jahr mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Gute Weihnachtsgeschenke zu finden, ist schwer. Socken und Krawatten sind verpönt. Und selbst die vermutete Lieblings-CD oder der teure Designer-Pullover kann schon am zweiten Feiertag in der hintersten Schrankecke landen. Wie wäre es aber mit einem Straßenbaum zum Fest? Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz hält das für eine gute Idee. Im Zuge ihrer Kampagne „Stadtbäume für Berlin“ fordert sie jetzt die Berliner auf, zu Weihnachten Patenschaften für das Straßengrün zu verschenken.

„Stadtbäume für Berlin“

Wer mindestens 500 Euro für die Pflanzung eines Baumes spendet, kann sich seit Monatsanfang einen Standort im Internet aussuchen. 700 Euro zahlt dann die Stadt dazu. Denn rund 1.200 Euro kostet nach Angaben der Senatsumweltverwaltung die Pflanzung eines Straßenbaums einschließlich der nötigen Pflege in den ersten drei Jahren.

Ausgefallene Geschenkidee zu Weihnachten

Wie wäre es also mit einem schmalkronigen Silberahorn an der Welfenallee in Frohnau für die Schwiegermutter? Dem Liebsten an der Choriner Straße in Prenzlauer Berg einen Apfel-Dorn zu schenken, kann auch eine hübsche Idee sein. Oder vielleicht freut sich die beste Freundin aus Hohenschönhausen über eine Winterlinde vor ihrem Haus an der Konrad-Wolf-Straße. Für den besonderen Weihnachtsbaum könne die ganze Familie ja zusammengelegen, heißt es in einer Presseerklärung des Senats. Auch kleinere Spenden seien willkommen, die dann in den gemeinsamen Topf für die Nachpflanzungen gehen würden.

Seit Jahren werden mehr Stadtbäume gefällt als gepflanzt

In Berlin werden Jahr für Jahr mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt. Allein im vergangenen Jahr wurden im Stadtgebiet 5.267 Straßenbäume gerodet, aber nur 1.874 gesetzt. Die meisten Fällungen gab es 2015 in Steglitz-Zehlendorf (997), gefolgt von Spandau (902) und Pankow (703). Marzahn-Hellersdorf (1), Mitte (138) und Friedrichshain-Kreuzberg (135) ließen im Jahr 2015 die wenigsten Straßenbäume umsägen. Damit die noch rund 438.000 Berliner Straßenbäume erhalten bleiben und die Stadt wieder grüner wird, versucht die Senatsumweltverwaltung seit 2012 mit der Stadtbaum-Kampagne Paten zu gewinnen. 6.400 Straßenbäume sind seitdem mit Spenden von Einzelpersonen, Unternehmen und Initiativen gepflanzt worden. 10.000 sollten es bis Ende 2017 werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland unterstützt die Kampagne. „Sie ist ein wichtiger Baustein beim Erhalt des Berliner Stadtgrüns“, sagte ein Sprecher. Um den Verlust dauerhaft zu stoppen, müsse es jedoch mehr Landesmittel etwa für die Grünflächenämter geben.

Schwerpunkt für die Begrünung der Straßenränder im kommenden Jahr sind die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Treptow-Köpenick. Aber auch für andere Standorte würden Spenden jederzeit entgegengenommen, heißt es beim Senat.

Im Internet steht eine interaktive Karte mit den Standorten für einen Spendenbaum zur Verfügung.

Lesen Sie auch:

Lesen Sie hier alle Teile des Kulinarischen Adventskalenders

Hässlich, aber oho – Weihnachtspullis werden zum neuen Trend

Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte in Berlin!