Kirche

Angelika Behnke erste Pfarrerin an Dresdner Frauenkirche

Die Dresdner Frauenkirche bekommt erstmals in ihrer Geschichte eine Pfarrerin. Damit beginnt eine neue Ära an dem weltberühmten Gotteshaus. Angelika Behnke ist keine Quotenfrau. Die Stiftung freut sich auf eine Bereicherung.

Die zukünftige Pfarrerin der Dresdner Frauenkirchen Angelika Behnkeist zu sehen.

Die zukünftige Pfarrerin der Dresdner Frauenkirchen Angelika Behnkeist zu sehen.

Foto: dpa

Dresden. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Dresdner Frauenkirche eine Pfarrerin. Angelika Behnke wurde am Sonntag bei einem Festgottesdienst als erste Frau in dieses Amt eingeführt. Mit einem kräftigen "Ja!" gelobte die aus Brandenburg stammende Theologin in dem fast voll besetzten Gotteshaus, ihren Dienst "zu Ehren Gottes und zum Wohle der Kirche" zu tun. Die 43-Jährige wirkt offiziell ab 1. Dezember neben Pfarrer Sebastian Feydt in der 1945 zerstörten und später wieder aufgebauten spätbarocken Kirche, die ein Symbol für Frieden und Versöhnung ist. Ihre Berufung gilt bis 2022.

In ihrer Predigt erinnerte sie an Menschen auch in Deutschland, die "vagabundierend" auf der Suche nach Schutz, Geborgenheit und Liebe sind. "Es ist ein unschätzbar hoher Wert, sich geborgen fühlen zu können, nach Hause zu kommen, einen Ort zu haben, an dem wir unser Leben frei gestalten können, die Tür zu schließen, wann wir es für richtig halten oder sie weit für Gäste zu öffnen", betonte sie.

Behnke war im Juni unter einem Dutzend Bewerber ausgewählt worden. Sie ist Nachfolgerin von Holger Treutmann, der Rundfunkbeauftragter der Landeskirche beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) wurde. Die ausgewiesene Predigerin und Seelsorgerin mit Erfahrungen in der Friedensarbeit leitete zuletzt ein Projekt der Erwachsenenpädagogik der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Potsdam.

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