Biografie

David Cay Johnston und „Die Akte Trump“

David Cay Johnston bringt in seinem Buch "Die Akte Trump" etwas Licht ins Dunkel um die Person Donald Trump. Das Fazit: Beängstigend!

David Cay Johnston beschäftigt sich nun schon seit fast 30 Jahren mit Donald Trump. Nun hat er das Buch "Die Akte Trump" über den künftigen US-Präsidenten geschrieben.

David Cay Johnston beschäftigt sich nun schon seit fast 30 Jahren mit Donald Trump. Nun hat er das Buch "Die Akte Trump" über den künftigen US-Präsidenten geschrieben.

Foto: CARLO ALLEGRI / REUTERS

Wer ist Donald Trump wirklich, der Mann der bald die Gewalt über die US-Atombomben inne hat?

Einen kleinen Einblick liefert uns nun David Cay Johnston, Investigativjournalist und Pulitzerpreisträger.

30 Jahre Recherche: "Die Akte Trump"

Seit fast 30 Jahren beschäftigt sich Johnston nun schon mit Trump. Als der Unternehmer 2015 seine Kandidatur bekannt gab, begann Johnston seine gesammelten Unterlagen über Trump zu sichten und stellte weitere Recherchen an. Daraus ist nun das Buch „Die Akte Trump“ geworden

Johnston hat bereits vor Jahrzehnten begonnen sich mit Donald Trump zu beschäftigen. Das erste Mal begegneten sie sich 1988. Einige Tage vor dem ersten Treffen zog Johnston nach Atlantic City, um über das Geschäft mit Casinos zu recherchieren. Trump, der in Casinos investierte wirkte auf den Journalisten „völlig von sich eingenommen“. Später stellte sich jedoch heraus, dass Trump so gut wie keine Ahnung vom Geschäft mit Glücksspiel hat und auch dessen Regeln nicht kennt.

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Für Trump geht es nur um Geld, Macht und Ruhm

Anhand zahlreicher Beispiele zeichnet Johnston den Charakter Trumps nach und zeigt so auf, wie der künftige Präsident Entscheidungen trifft und wie er handelt. So beschreibt Johnston in „Die Akte Trump“ wie der Trump im Jahr 2000 bereits in der Politik mitzumischen versuchte und eine kurze Wahlkampfepisode durchlebte. Er organisierte seine Wahlkampfauftritte so, dass er die Kosten seiner Boeing 727 mit Kampagnengeldern finanzieren konnte. „Das war typisch Trump: alles in ein Geschäft verwandeln, sogar die Politik,“ schreibt Johnston. Laut Johnston gehe es Trump fernab von jeder Ideologie lediglich um Geld Macht und Rum.

Johnston berichtet in „Die Akte Trump“ von den Geschäftsbeziehungen des Unternehmers zu den Mafia-Familien Genovese und Gambino, von seiner lebenslangen Verbindung zu einem großen Kokainhändler und zu Gangstern.

"Die Akte Trump": Zwischen Geschäftsbeziehungen und Charakterstudie

Auf der Basis von Geschäftsberichten, Gerichtsakten und Interviews mit Zeitungen zeichnet Johnston in „Die Akte Trump“ ein umfassendes Bild des zukünftigen US-Präsidenten.

Johnston kommt zu dem Schluss, dass Donald Trump durch seine zahlreichen geschäftlichen Verstrickungen eine Gefahr für die nationale Sicherheit sei. Johnston bezweifelt, dass Trump die psychische Stärkte besitzt, die das Amt des US-Präsidenten verlangt.

David Cay Johnston "Die Akte Trump", Ecowin, 2016, 352 Seiten, 24 Euro

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