Schnäppchen

Alles was Sie zum Black Friday wissen müssen

Auch in Deutschland können Sie am Black Friday so einige Schnäppchen schlagen: Wir verraten, was Sie dabei beachten sollten.

Preissturz: Solche Rabatte sind am Black Friday eher die Regel als die Ausnahme.

Preissturz: Solche Rabatte sind am Black Friday eher die Regel als die Ausnahme.

Foto: dpa

Der Black Friday findet traditionell am vierten Freitag des Novembers, in diesem Jahr also am 25. November statt. In den letzten Jahren senkten jedoch mehrere Händler schon vor dem Black Friday ihre Preise: So veranstaltete Amazon auch 2016 mit der "Cyber Monday Woche" einen einwöchigen Sonderverkauf, der am Montag vor dem Black Friday begann.

Was ist der Black Friday?

Der Black Friday ist eine Tradition aus den USA, die dort bereits über fünfzig Jahre zurückreicht: Im Jahr 1961 warben lokale Händler in Philadelphia am Brückenfreitag nach Thanksgiving (Erntedankfest) erstmals mit Rabatten und lockten so viele Konsumenten in die Innenstadt, dass die Polizei die Menschenmenge nur noch als "schwarze Masse" wahrnahm und dem Tag den Namen "Black Friday" gab.

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In Deutschland feiert der Black Friday in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag

Im Vergleich zu den USA ist der Black Friday in Deutschland noch ein relativ neues Phänomen. Vor zehn Jahren, am 24. November 2006, senkte Apple als erstes Unternehmen seine Preise zum Black Friday, vor allem um den Absatz des iPods anzukurbeln.

In den Folgejahren nutzte eine stetig steigende Zahl von Händlern den Black Friday, um mit Preisnachlässen für sich zu werben.

Auch lokale Händler in Berlin senken am Black Friday ihre Preise

Anders als in den USA und in Großbritannien haben in Deutschland in den letzten zehn Jahren nahezu ausschließlich Online-Shops zum Black Friday ihre Preise gesenkt. In diesem Jahr folgen erstmals auch lokale Händler ihrem Beispiel. So locken auch in Berlin zahlreiche Einzelhändler Konsumenten am 25. November mit Rabattaktionen in ihre Läden.

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Rabatte bis zu 90 Prozent sind eher selten

Manche Händler werben am Black Friday mit hohen Rabatten von bis zu 90 Prozent. Durchschnittlich liegt die Einsparungsrate jedoch zwischen 19 ( bei Elektronik) und 50 Prozent (bei Mode). Der Grund für den Unterschied? Viele Händler berechnen den Rabatt nicht ausgehend vom tatsächlichen Markt- sondern vom oft deutlich höheren Unverbindlichen Verkaufspreis (UVP) - einer Empfehlung des Herstellers, der in der Realität ohnehin kaum ein Händler folgt.

Händler rechnen 2016 mit einem Milliarden-Umsatz

Der Black Friday ist in den letzten Jahren zu einem der umsatzstärksten Tage des deutschen Einzelhandels avanciert. Im Jahr 2014 setzten Händler am Black Friday-Wochenende 791 Millionen Euro, im Jahr 2015 bereits 924 Millionen Euro um. Dieses Jahr dürften Konsumenten erstmals mehr als eine Milliarde Euro an nur einem einzigen Wochenende ausgeben. Der Grund ist simpel: Das Black Friday-Wochenende fällt in diesem Jahr auf das erste Adventwochenende.

Cyber-Kriminelle sind am Black Friday äußerst aktiv

Ausgaben von mehreren Hundert Millionen Euro an nur einem einzigen Wochenende rufen leider auch Betrüger auf den Plan. Sie versuchen, mit gefälschten Online-Shops und Phishing-E-Mails an die Zahlungsdaten und somit letztlich auch an das Geld argloser Konsumenten zu kommen. Bei ihnen unbekannten Online-Shops sollten Verbraucher deshalb auf Prüfsiegel und eine verschlüsselte Datenübertragung achten. Zudem sollten sie keine Anhänge und Links von ihnen verdächtig vorkommenden E-Mails öffnen.

Ein Einkauf bei britischen Online-Shops lohnt sich möglicherweise

Zeitgleich zur deutschen Version findet der Black Friday dieses Jahr auch wieder in zahlreichen anderen Ländern rund um den Globus statt: in den USA und Großbritannien beispielsweise genauso wie in Frankreich oder Kanada. Angesichts des starken Euros und schwachen Pfunds kann sich insbesondere der Einkauf bei britischen Online-Shops lohnen.

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