Obama-Besuch in Berlin

Geschäfte in Sicherheitszone beklagen Umsatzausfälle

Der Staatsbesuch von Obama verwandelt das Gebiet zur Sicherheitszone. Das macht vor allem den Händlern zu schaffen.

Joachim Soltmann nimmt pro Tag 2000 Euro weniger ein

Joachim Soltmann nimmt pro Tag 2000 Euro weniger ein

Foto: Ricarda Spiegel

Bis Freitag geht rund um das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und den Spreebogen nichts mehr. Der Staatsbesuch von Obama verwandelt das Gebiet zur Sicherheitszone. Das macht vor allem den Händlern zu schaffen. Ohne Sondergenehmigung kommt keiner in den Sperrbereich, Laufkundschaft bleibt aus. Einzelne Geschäfte beklagen Umsatzausfälle von bis zu 2000 Euro am Tag. Eine Entschädigung gibt es nicht. Geschäftsrisiko, sagt die Senatsverwaltung.

Ein Laden, der im Sperrbezirk Unter den Linden liegt, ist das Café „Lebensart“. „Wir haben Umsatzausfälle von bis zu 2000 Euro am Tag“, sagte Inhaber Joachim Soltmann der Morgenpost. Das Café gibt es seit 20 Jahren. „Diese weiträumigen Sperrungen gab es früher nicht. Eine Entschädigung bekommen wir nicht“, sagte er.

Die Laufkundschaft bleibt aus

Auch im Feinkostgeschäft Lindner an der Wilhelmstraße bleibt die Laufkundschaft aus. „Die Umsatzausfälle sind bitter. Das können wir aber nicht ändern“, sagte Lindner-Sprecherin Claudia Mehrl. Das Problem ist auch in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft bekannt. „Entschädigung gibt es aber nur, wenn Geschäfte von Großbaustellen betroffen sind, die länger als drei Monate dauern“, sagte ein Sprecher der Morgenpost.

In diesen Fällen können Betroffene eine Förderung beantragen. Einen Ausgleich für Umsatzausfälle während eines Staatsbesuches gebe es allerdings nicht. Das gehöre zum Geschäftsrisiko dazu, so der Sprecher weiter.