Kuriose Aktion

So lustig reagieren BVG-Mitarbeiter auf den Hass im Internet

Die BVG lässt ihre Mitarbeiter gemeine Tweets gegen das eigene Unternehmen vorlesen. Ihre Reaktionen sind köstlich.

Fahrgäste der BVG am Bahnhof Zoo

Fahrgäste der BVG am Bahnhof Zoo

Foto: A3464 Rainer Jensen / dpa

Kuriose Aktion der BVG: Das Unternehmen lässt in einem Video ihre Mitarbeiter Twitter-Kurznachrichten vorlesen, die heftig und häufig ziemlich vulgär gegen die BVG schießen.

"Könntet ihr vielleicht mal euren Busfahrern die Uhr erklären? Bus 171 kommt immer zu früh kack Verein! Wozu Fahrzeiten", wird ein Tweet zitiert. Ein Mitarbeiter namens Dirk, der in der BVG-Informationstechnologie arbeitet, antwortet: "Damit Du Dich ärgern kannst wahrscheinlich."

Ein anderer Nutzer schrieb an die BVG: "Der Spinner, der für den Bus- und Bahnplan heute Nacht verantwortlich war, sollte sofort Kündigen. So viel Inkompetenz muss weh tun!" Die offene Antwort von BVG-Mitarbeiter Fabian: "Is schwierig, als BVG so was zu lesen."

Der Hintergrund: Seit einiger Zeit ist die BVG vor allem beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv. Alle Verkehrsmittel, ob U-Bahn, Tram oder Bus, schicken den ganzen Tag über Informationen über Störungen oder Veränderungen in den Betriebsabläufen. Gleichzeitig sind sie auf diese Weise ansprechbar für Twitter-Nutzer - und manche nutzen diesen Kanal, um ihre Wut über die BVG herauszulassen.

Vorbild ist US-Talkmaster Jimmy Kimmel, in dessen Show regelmäßig Promis auftreten, die fiese Tweets gegen sich selbst vorlesen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die BVG einen ersten Teil der Aktion bei YouTube veröffentlicht. Dort lautete einer der vorgelesenen Tweets: "Geil! Wieder Geld in den Wind geschossen! Nur blöde Wichser bei der BVG". Jeanette vom BVG-Kantinenservice reagiert darauf nur mit einem herzlichen Lachen.

Ein weiterer Tweet: "Weil die M2 sich nicht an den Fahrplan hält, komme ich zu spät." Darauf antwortet Straßenbahnfahrer Martin: "Dat kommt immer drauf an, wie man durchkommt, so verkehrsbedingt."