Berlin

Der Größte steht in Mitte – Weihnachtsbäume in Berlin

Vorboten der Adventszeit – Die Hauptstadt schmückt sich – von der Gedächtniskirche über das Brandenburger Tor bis zum Roten Rathaus

Sie kommen aus nah und fern und leuchten einige Wochen lang. Es ist wieder Weihnachtsbaumzeit in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor steht bald eine Tanne aus Thüringen. Den Breitscheidplatz schmückt eine Douglasie aus Mahlsdorf. Der größte Baum steht bereits – in Mitte auf dem Gendarmenmarkt. Die Fichte war in diesem Jahr der erste Baum, der aufgestellt wurde.

Gedächtniskirche Pannenbaum statt Tannenbaum: Mit den Exemplaren vor der Gedächtniskirche am Kurfürstendamm gab es in der Vergangenheit oft Ärger. Zu schwer, zu lang oder so unansehnlich, dass er sich nur noch als Elefantenfutter eignete: So einige Tannenbäume hatten Negativschlagzeilen gemacht. In diesem Jahr ist alles gut gegangen. Seit Mittwoch steht dort eine 25 Meter hohe Douglasie. Sie ist 39 Jahre alt und stammt aus einem Garten in Mahlsdorf. Am 21. November öffnet der 33. Weihnachtsmarkt in der City-West.

Schloss Bellevue Vor der Residenz von Bundespräsident Joachim Gauck findet zwar kein Weihnachtsmarkt statt, aber wie in jedem Jahr wird dort ein Weihnachtsbaum im Ehrenhof stehen. Am 22. November soll die zwölf Meter hohe Nordmanntanne aus Niedersachsen aufgestellt werden.

Kanzleramt Vor dem Amtssitz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 19. November ein stattlicher Baum aufgestellt. Eigentlich hatten die Verantwortlichen dafür eine Weißtanne aus dem rheinland-pfälzischen Wald ausgesucht, die war allerdings zu ausladend für das Kanzleramt. Deshalb musste die Stadt Boppard am Rhein, die den Weihnachtsbaum liefert, auf den Baum einer Privatspenderin ausweichen. Am Donnerstag soll die 14 Meter hohe Tanne gefällt werden.

Brandenburger Tor Der Weihnachtsbaum stammt ebenfalls von einem Privatgrundstück. Nach einem Aufruf in Thüringen meldeten sich viele potenzielle Baumspender. Die Wahl fiel auf eine 16 Meter hohe Nordmanntanne. Die Baumart ist eigentlich im Kaukasus beheimatet und zeichnet sich durch besonders weiche Nadeln und einen pyramidenförmigen Wuchs aus. Am 19. November wird der Baum gefällt, ab dem 26. November soll er dann vor Berlins berühmtestem Tor stehen.

Gendarmenmarkt Vor architektonisch schöner Kulisse – zwischen Französischem und Deutschem Dom – bildet seit vergangener Woche eine stattliche, 29 Meter hohe Fichte den glänzenden Mittelpunkt des Weihnachtsmarkts. Ein Anglerverein am Wannsee hatte sie gespendet, 47 Jahre lang durfte das Prachtstück auf dem Vereinsgelände wachsen. Am 21. November öffnet der „WeihnachtsZauber“ dort seine Tore.

Rotes Rathaus Unweit des Neptunbrunnens steht seit Mittwoch eine 19 Meter hohe und 15 Tonnen schwere Colorado-Tanne. Sie stammt wie die Douglasie an der Gedächtniskirche von einem Privatspender aus Mahlsdorf. Auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus haben Besucher sogar die Möglichkeit, den Baum von oben zu betrachten – aus den Gondeln des 50 Meter hohen Riesenrads.