Veranstaltung in Berlin

Bundespresseball feiert ohne AfD-Chefin Frauke Petry

Die Vorsitzende der AfD hat dieses Mal keine Einladung zum 65. Bundespresseball in Berlin bekommen. Die Partei reagiert.

Muss dieses Jahr zu Hause bleiben: Frauke Petry

Muss dieses Jahr zu Hause bleiben: Frauke Petry

Foto: Michael Kappeler / dpa

Der Bundespresseball 2016 in Berlin wird ohne die Alternative für Deutschland (AfD) stattfinden. Das berichtete der „Spiegel“ am Samstag.

Die Parteichefs Frauke Petry und Jörg Meuthen wurden dem Artikel zufolge zu der Veranstaltung am 25. November im Berliner Luxus-Hotel Adlon nicht eingeladen. Insgesamt rund 2300 Journalisten und Politiker kommen dort zusammen.

Im vergangenen Jahr war Petry mit ihrem Lebensgefährten, dem Landesvorsitzenden der AfD in Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, noch als Gast geladen.

Bundespresseball 2015 am Brandenburger Tor

Von einer „politischen Selektion“ spricht AfD-Bundesvorstand Armin Paul Hampel. Die Fronten seien verhärtet. Auch Parteisprecher Christian Lüth zeigte sich verwundert über die Entscheidung.

"Wir müssen jedes Jahr neu entscheiden, wen wir zum Bundespresseball einladen", zitiert der „Spiegel“ Gregor Mayntz, den Vorsitzenden der Bundespressekonferenz. Diesmal sei die AfD nicht dabei.

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Der SPD-Politiker Karl Lauterbach zeigte sich erfreut über die Entscheidung. „Gratuliere, das ist Haltung“, twitterte er. Eine Einladung sei ein Privileg, kein Anrecht.

Die AfD hatte in der Vergangenheit unter dem Schlagwort „Lügenpresse“ den Medien immer wieder Unehrlichkeit im Umgang mit der AfD vorgeworfen. Seit einiger Zeit spricht Frauke Petry nur noch von „Pinocchiopresse“.