Kreditkarten-Betrug

Mutmaßlicher Internetbetrüger in Berlin festgenommen

Mindestens 107.000 Euro Schaden soll ein Berliner mit Internetbetrügereien verursacht haben. Jetzt wurde er festgenommen.

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn

Foto: Armin Weigel / dpa

Nach umfangreichen Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft konnte einem mutmaßlichen Betrüger aus Berlin, der einen Schaden von mindestens 107.000 Euro verursacht hat, das Handwerk gelegt werden. Said M. aus Hohenschönhausen hatte sich illegal Daten von ahnungslosen Kreditkartenbesitzern beschafft. Damit kaufte er Hunderte Onlinetickets der Bahn, um sie später weiterzuverkaufen. Die Masche wandte der Mann den Ermittlungen zufolge auch zum Erwerb und Verkauf von Tickets für Busfahrten, Flugreisen oder Eintrittskarten für Veranstaltungen an. Gegen den 30-Jährigen wurde am vergangenen Freitag ein Haftbefehl vollstreckt, teilte die Bundespolizei am Montag mit.

Im Zeitraum von Oktober 2013 bis September 2016 soll Said M. mehr als 750 Betrügereien im Internet begangen haben, sagt Thorsten Peters, Sprecher der Bundespolizei. Weil die Deutsche Bahn in knapp 500 Fällen bei Onlinetickets mit einem bislang ermittelten Schaden von circa 82.500 Euro der Hauptgeschädigte ist, blieben die Ermittlungen bei der Bundespolizei.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 30-Jährigen, der zur Untermiete wohnt und Hartz-IV bezieht, stellten Beamte ein Laptop, ein Smartphone und Unterlagen sicher. Mit der Auswertung der Beweismittel erhoffen sich Staatsanwaltschaft und Ermittler die Aufdeckung weiterer Betrügereien. Die Ermittlungen ergaben, dass Said M. die Veranstaltungstickets auf Eventportalen im Internet als PDF-Dokumente anbot. Wenn diese mit Scan-Codes versehen waren, fiel dem Einlasspersonal auch nichts an den Karten auf.

„Wir empfehlen, Tickets nur an dafür autorisierten Stellen zu kaufen und Angebote im Internet immer sorgfältig zu prüfen“, betonte Bundespolizeisprecher Thorsten Peters.