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Gehasst und geliebt – Lehrer, die jeder kennt

Über Lehrer hat jeder eine Meinung. Manche werden gehasst, andere geliebt: Das hängt vom Lehrertyp ab. Acht Typen kommen besonders häufig vor.

Foto: BM/Babette Ackermann-Reiche / BM

Das jedenfalls hat Jugendreporterin Leandra Schütz (15) recherchiert. Außerdem macht es bekanntlich einen Heidenspaß, sich über Lehrer lustig zu machen. Jedenfalls ein bisschen.

Der Schlechte-Witze-Erzähler

Fangen wir einfach mal an: Da wären beispielsweise die Lehrer, die gerne Witze erzählen. Mehr schlechte als gute. Natürlich sind sie selbst die einzigen, die darüber lachen können. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit erzählen sie einen ihrer angestaubten Sprüche. Oft hört man diese nicht zum ersten Mal. Kostprobe gefällig? „Was ist die Steigerung von Buchstabensuppe? – Wörtersee.“

Der Ausreden-Erzähler

Häufig im Klassenzimmer zu erleben ist auch der Lehrer, der gerne Ausreden erzählt. Das klingt ungefähr so: „Die Klassenarbeit bekommt ihr nächste Woche zurück.“ Spätestens wenn man den Satz zum dritten Mal hört, können Schüler nur noch die Köpfe schütteln. Wie nervig sind denn bitte Lehrer, die immer eine schlechte Ausrede parat haben und sich ständig herausreden? Und da sagt man immer, wir Schüler würden unseren Pflichten nicht nachgehen. Natürlich gibt es noch mehr Lehrertypen. Eine Auswahl stellen wir heute vor.

Der Rechthaber

Sobald man einen Einwand hat, wird man an die Wand geklatscht. Vor allem bei Diskussionen hat man schlechte Karten. Alle Schüler, die die Meinung des Lehrers vertreten, werden gelobt, andere dagegen mit strafenden Blicken ermahnt. Frei nach dem Motto: „Ich respektiere deine Meinung, aber sie ist trotzdem falsch!“

Der Schreihals: aufgepasst!

Bei diesem Typ kann eine falsche Antwort schnell mal ein Erdbeben mittlerer Stärke auslösen. Im gefühlten Zehn-Minuten-Takt brüllt dieser Lehrer durchs ganze Klassenzimmer. Da mag man sich doch wirklich nicht mehr melden, auch wenn man sich im Nachhinein ärgert, weil die Antwort doch richtig gewesen wäre. Bei solchen Lehrern lieber noch mal auf Nummer sicher gehen . . .

Das Tantchen/Der Verwirrte

Immer etwas unorganisiert und ständig in Träumereien versunken: Nicht nur Schüler können abschalten, auch Lehrer sind geistig manchmal ganz woanders. Da sind die Schlüssel (die in der Hosentasche stecken) plötzlich verschwunden, ist die hochgeschobene Brille weg. Mitten im Satz stoppen sie, und erst nach einem langen „Ääähhm“ geht es ganz woanders weiter. Diese Lehrer leben in ihrer eigenen Welt.

Der Schülerliebling

Für jeden ist es jemand anderes. Aber manchmal ist ein Lehrer oder eine Lehrerin auch der Liebling der ganzen Klasse. Ob ihn ALLE mögen, ist am Ende egal – die Hauptsache ist, dass man ihn hat. Die Rede ist vom Lieblingslehrer! Er ist nett und entspannt und erzählt zwischendrin zur Abwechslung einen lustigen Witz. Er rastet nicht gleich aus, wenn etwas nicht so gut läuft. Ein Lieblingslehrer ist einer, der keinen einschläfernden Unterricht macht. Der fair ist. Einer, den man einfach mag!

Die Bazillenbombe

Hauptsächlich in den kälteren Jahreszeiten ist die Bazillenbombe zu erleben. Diese Art von Lehrer schleppt sich trotz Dauererkältung mit roter Nase und tiefen Augenringen jeden Tag zur Schule. Er oder sie murmelt kaum hörbar in seinen Schal. Dem Unterricht folgen zu können, ist in solchen Fällen nicht einfach, denn die Bazillenbombe bekommt nach jedem Satz einen Hustenanfall. Lieber alle Schüler anstecken, als einen Tag zu Hause bleiben. Dabei würde ihr das gar keiner übel nehmen.

Der Zu-Spät-Kommer

Jeder kennt ihn – den Lehrer, der immer zu spät kommt und dann sofort anfängt zu hetzen. Er lässt seine Schüler warten – aber wenn er endlich im Klassenzimmer angekommen ist, muss plötzlich alles schnell gehen. An sich ist es ja nicht unbedingt etwas Schlechtes, wenn uns Schülern ein paar Minuten von der Schulstunde erspart bleiben. Aber wehe, man kommt einmal selbst etwas zu spät. Dann ist aber was los …