Zahl der Anträge auf mehr Schallschutz am BER ist gestiegen

Die Zahl der Anträge auf Schallschutz am Flughafen Berlin-Schönefeld ist weiter gestiegen. Grund dafür ist die im kommenden Sommer geplante Nutzung der südlichen Start- und Landebahn, wie die Flughafengesellschaft (FBB) in der unternehmenseigenen Anwohner-Zeitschrift „BER aktuell“ berichtete.

Viele der dortigen Anwohner hätten bereits vor der jüngsten Südbahnnutzung im vergangenen Jahr ihre Unterlagen erhalten. „Da das Südbahngebiet dieses Mal aber aufgrund des gestiegenen Verkehrs am Flughafen Schönefeld größer ist, kamen zahlreiche neue Anträge hinzu“, hieß es. Seit dem Sommer seien mehr als 500 neue Anträge eingegangen. Der Flugverkehr in Schönefeld wird ab Mitte Juli 2017 für rund drei Monate über die Südbahn abgewickelt. Die Nordbahn muss nach Auskunft der Betreibergesellschaft in diesem Zeitraum wegen umfangreicher Bauarbeiten geschlossen werden. Hintergrund sind steigende Passagierzahlen, deshalb wird der alte Schönefelder Flughafen auch nach Öffnung des neuen, benachbarten Hauptstadtflughafens BER weiter genutzt. Für den Parallelbetrieb sind neue Rollbahnen und Vorfelder nötig. Während der Arbeiten kann die Nordbahn nicht genutzt werden. Die FBB hat 5150 der 6150 Schallschutzanträge (84 Prozent) aus dem Umland der Südbahn bearbeitet. Das Gebiet reicht von den Orten Genshagen und Jühnsdorf im Westen bis zur Siedlung Waltersdorf und Karolinenhof im Osten.