Keylogger-Affäre

„taz“-Spähaffäre kommt vor Gericht

Bis 2015 soll ein einstiger "taz"-Redakteur mit Hilfe eines Keyloggers Daten seiner Kollegen ausgespäht haben. Nun wird Anklage erhoben.

Von 2014 bis 2015 soll ein ehemaliger Redakteur der "taz" mit Hilfe eines Keyloggers Daten seiner Kollegen abgefangen haben

Von 2014 bis 2015 soll ein ehemaliger Redakteur der "taz" mit Hilfe eines Keyloggers Daten seiner Kollegen abgefangen haben

Foto: dpa

In der internen Spähaffäre der „taz“ wird jetzt Anklage gegen einen ehemaligen Redakteur erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit einem sogenannten Keylogger von Anfang Januar 2014 bis Mitte Februar 2015 in 14 Fällen Daten von „taz“-Kollegen ausgespäht und abgefangen zu haben. Einen Termin für die Verhandlung gebe es noch nicht, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Die „taz“ wird in ihrer Wochenendausgabe (29./30. Oktober) darüber berichten.

Einstiger "taz"-Redakteur soll sich in fremdes Facebook-Profil eingeloggt haben

Der ehemalige Redakteur soll sich auch mehrfach in fremde Redaktionskonten eingeloggt und ein fremdes Facebook-Profil abgespeichert haben. Nach „taz“-Recherchen hatte sich der Journalist nach Bekanntwerden der Vorwürfe in ein asiatisches Land abgesetzt, mit dem Deutschland kein Auslieferungsabkommen hat.

Ein Keylogger protokolliert und leitet jeden Tastendruck auf einem ungesicherten PC an einen Hacker weiter.