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Berlin ist Spitzenreiter bei Schulbus-Fahrten

Der ADAC hat Schulbusfahrten in ganz Deutschland getestet. Berlin schneidet dabei am besten ab.

Ein Doppeldeckerbus der BVG fährt durch Berlin

Ein Doppeldeckerbus der BVG fährt durch Berlin

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin ist Spitze - zumindest was Schulbus-Fahrten angeht. Das hat der ADAC in einem Test ermittelt.

Konkret testete der ADAC bei seiner Stichprobe insgesamt 60 Fahrten mit Bussen des öffentlichen Nahverkehrs in zehn Bundesländern. Mehr als ein Drittel hätten die Note "sehr gut" bekommen, urteilte der ADAC am Montag, 60 Prozent hätten mit "gut" abgeschnitten, nur drei Fahrten seien mit "ausreichend" bewertet worden. Das sei auch gleichzeitig die schlechteste Note gewesen.

In Berlin testete der ADAC fünf Busfahrten. Alle erhielten demnach ein sehr gutes Gesamturteil. Am besten hätte die Neuköllner Linie M46 abgeschnitten.

Die Pluspunkte der Spitzenreiter: Die Busse waren pünktlich, nicht überfüllt, die Haltegriffe hätten sich in kindgerechter Höhe befunden. Zudem habe es eine Videoüberwachung sowie Spiegel/Kamera zur Überwachung des hinteren Türbereichs gegeben, dazu eine Kabine für den Fahrer, vollständige Beschilderung, ein Display mit Informationen, einen eigenen Bereich mit Stopp-Taste für Rollstuhlfahrer. Nicht zuletzt sei der Fahrer freundlich gewesen.

M29 - Berlins Buslinie der großen Unterschiede

Negativ fielen den ADAC-Testern bei ihrem bundesweiten Test Verspätungen von mehr als fünf Minuten bei knapp einem Fünftel der Fahrten auf. Videoüberwachung gab es nur in einem Drittel der Busse, bei 20 Prozent fand sich kein Informationsdisplay.

Die Studie wurde mit mehr als 200.000 Schülern ausschließlich in Bussen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vorgenommen. Die ADAC-Experten begleiteten die Kinder im ersten Quartal 2016 morgens auf 60 Fahrten zur Schule von mindestens einer halben Stunde Dauer. Dabei bewerteten sie mehr als 100 Punkte der Kategorien Beförderung, Fahrer und Fahrzeug.