Im Video

Motorrad-Akrobat rutscht im Zirkus Flic Flac ab und stürzt

Schreck im Zirkus Flic Flac an der Hertzallee: Während der Vorstellung rutschte ein "Helldriver" im "Globe of Speed" ab.

Der Fahrer stürzt in der Kugel, auch zwei weitere Artisten kippen um

Der Fahrer stürzt in der Kugel, auch zwei weitere Artisten kippen um

Foto: Screenshot

Während der Nachmittagsvorstellung im Zirkus Flic Flac kam es am Sonnabend in der City West zu einem Notfall: Ein Motorrad-Akrobat rutschte beim Anfahren im sogenannten "Globe of Speed" ab und stürzte. Nach Informationen der Berliner Morgenpost erlitt er leichte Verletzungen. Auch ein zweiter Fahrer stürzte, blieb aber offenbar unverletzt.

Um 18.25 Uhr ging ein Notruf bei der Berliner Feuerwehr ein, die sofort mit Rettungsfahrzeugen ausrückte. Der gestürzte Motorrad-Akrobat der "Helldriver" genannten Artisten war bei vollem Bewusstsein und konnte auch sämtliche Gliedmaßen bewegen. Er wurde sofort untersucht und ärztlich betreut.

"Es handelt sich nur um leichte Verletzungen", sagte Pressesprecher Rudi Bauer der Berliner Morgenpost. Mit einem solchen "leichten Unfall" müsse man bei der Show durchaus rechnen. Man habe die Nummer nach dem Abtransport des Fahrers fortgesetzt, es habe auch kein Zuschauer das Zelt verlassen.

Ein Zuschauer hingegen berichtet, dass "sehr viele Besucher" das Zelt nach dem Vorfall verlassen hätten, vor allem "Eltern mit Kindern, die geweint haben." Die Show sei sofort fortgesetzt worden.

Der verletzte Fahrer Mann wurde ins das Elisabeth-Krankenhaus in der Lützowstraße in Tiergarten gebracht. Die Vorstellung hatte gegen 16 Uhr vor ausverkauftem Haus an der Hertzallee am Bahnhof Zoo begonnen. Bei dem "Globe of Speed" handelt es sich um eine Stahlkugel mit 6,5 Metern Durchmesser, durch die bis zu zehn Motorradfahrer zugleich fahren. Ihre Wege kreuzen sich dabei. Als der Fahrer bei der Show am Sonnabend mit seiner Motocross-Maschine in der Kugel anfuhr, um dann mit Schwung auf die Schräge zu gelangen, kippte er seitlich weg und stürzte.

Mit bis zu 70 Stundenkilometern rasen die "Helldriver" durch die Kugel

Die "Helldriver" sind das Markenzeichen des Zirkus. Jeden Abend rasen die Publikumslieblinge aus Südamerika im "Globe of Speed". Mit einer Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern befahren sie das kugelrunde Stahlgeflecht. Dandino Garcia nennt die Raserei in der Kugel "eine perfekt einstudierte Choreografie, nur auf Motorrädern". Der 41-Jährige ist Artist in der dritten Generation, stammt aus Venezuela und tritt mit seiner Frau im Zirkus FlicFlac auf.

Im November wollen die "Helldriver" einen neuen Weltrekord aufstellen. Dann wollen sie mit elf statt bisher zehn Fahrern gleichzeitig durch die Kugel rasen - wobei sich die Wege permanent kreuzen und nur für kurze Momente die Möglichkeit zum Durchfahren besteht. Kleinste Abweichungen von der Choreografie können zu Kollisionen führen.