Lebensgeschichte

Mein Weg als erster Schwarzer in den Deutschen Bundestag

Karamba Diaby wurde im Senegal geboren, studierte in der DDR und sitzt seit 2013 im Bundestag. Ein Auszug aus seinen Erinnerungen.

Der hierzulande ungewöhnliche Vormame „Karamba“ wird auf der letzten Silbe betont. Er stammt aus Diabys Muttersprache Mandingo, die er neben Deutsch und Französisch spricht. Er  bedeutet „der Gelehrte“.

Der hierzulande ungewöhnliche Vormame „Karamba“ wird auf der letzten Silbe betont. Er stammt aus Diabys Muttersprache Mandingo, die er neben Deutsch und Französisch spricht. Er bedeutet „der Gelehrte“.

Foto: Michael Bader

In unserem Wohnzimmer hängt ein gerahmtes Foto an der Wand, das ich selbst geschossen habe. Es zeigt ein paar Frauen, die auf den Reisfeldern von Marsassoum arbeiten. Sie schauen nicht freundlich in meine Kamera, sie protestieren viel mehr in meine Richtung. Ich hatte sie nicht gefragt, ob ich das Bild machen dürfte, und nun schimpften sie, was einem Fremden wie mir einfalle, sie einfach zu fotografieren. Sicher wolle ich die Bilder irgendwo verkaufen und hätte auch sonst nur Niederträchtiges im Sinn.

Ich war natürlich beleidigt, denn ich war voller Stolz nach so vielen Jahren in Deutschland zum ersten Mal in den Senegal zurückgekehrt. Ich hatte wohl angenommen, alle würden mich sofort erkennen und mir gerührt um den Hals fallen. Und nun wussten sie nicht einmal, wer ich war?

Als ich meinen Familiennamen in ihre Richtung rief, um sie zu beruhigen, da war mit einem Mal alle Feindseligkeit aus ihren Gesichtern verschwunden. Ich war doch der kleine Junge aus dem Dorf, der endlich in seine alte Heimat zurückgekehrt war. Nur war ich längst kein kleiner Junge mehr. Und meine Heimat, so spürte ich damals schon, lag mittlerweile in einem anderen Land. Auch wenn es den Staat, der mich sechs Jahre zuvor bei sich aufgenommen hatte, nun nicht mehr gab.

In Deutschland war gerade die Mauer gefallen. Ich hatte auf der östlichen Seite gelebt, die DDR war das einzige Deutschland, das ich kannte. Es war das Land, in dem ich leben wollte, das mir eine Zukunft geschenkt hatte, als ich in Dakar nicht mehr studieren konnte. Dem ich dankbar und verbunden war. Dasselbe Land, das viele Menschen unglücklich machte und das sie lieber heute als morgen verlassen hätten, wenn sie denn gekonnt hätten. Ich selbst hätte als Ausländer mit meinem senegalesischen Pass zwar jederzeit aus der DDR aus- und wieder einreisen können. Nur hatte ich damals kaum Geld, schon gar nicht für einen Flug in den Senegal, und ich hatte wohl auch zu viel Angst, dass man mich vielleicht nicht mehr reinlassen würde. Erst als die Mauer gefallen war, buchte ich endlich einen Flug zu meiner Familie. Die deutsche Wiedervereinigung wurde auch für mich, der ich bei den historischen Ereignissen um mich herum nur Zuschauer sein konnte, zu einem persönlichen Wendepunkt im Leben. Nun war irgendwie alles möglich, und vieles musste ganz neu beginnen. Doch genau das, immer neu zu beginnen, das war längst der rote Faden geworden, der sich durch mein ganzes Leben zog. Ich nahm ihn an und machte das Beste daraus.

Ein muslimischer Waisenjunge aus dem Senegal

Wann immer ich den Menschen von meinem Leben erzähle, höre ich sie sagen: „Das musst du alles mal aufschreiben.“ Wenn ich einmal angefangen habe zu reden, dann höre ich so schnell nicht mehr auf. Und so will ich nun die Geschichte meines Lebens erzählen, die sich in einem Satz ungefähr so zusammenfassen lässt: Ein muslimischer Waisenjunge aus dem Senegal fliegt, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, in die DDR, studiert, promoviert, entwickelt ein Faible für Schrebergärten, Eisbein mit Sauerkraut und deutsche Pünktlichkeit, tritt der SPD bei und zieht für die angebliche Nazi-Hochburg Halle an der Saale als erster Schwarzer in den Deutschen Bundestag ein. Tolle Drehbuch-Story, denken Sie jetzt vielleicht, nur ein bisschen weit hergeholt. Entspricht aber – fast – alles der Wahrheit. Immer wieder wurde über mich geschrieben, ich sei der erste Bundestagsabgeordnete Deutschlands, der in Schwarzafrika geboren wurde. Allein diese Tatsache hat Kamerateams aus der ganzen Welt von CNN bis Al Jazeera nach Halle gelockt. New York Times bis Super Illu schickten ihre Reporter los, um über die Sensation von der Saale zu berichten. Streng genommen war ich aber gar nicht der Erste. Von 1983 bis 1994 hat schon einmal ein Abgeordneter im Bundestag gesessen, der in Schwarzafrika auf die Welt gekommen ist.

Wie man aber schon an seinem Namen hören dürfte, ist an Hans-Günther Toetemeyer nicht sehr viel mehr afrikanisch als der Breitengrad seines Geburtsortes Keetmanshoop. Seine Eltern waren Missionare und zur Zeit seiner Geburt in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, stationiert. Zwei Jahre nach seiner Geburt zogen sie mit ihrem Sohn zurück ins Ruhrgebiet. 1983 zog Toetemeyer als Sozialdemokrat in den Bundestag ein und blieb drei Wahlperioden Mitglied des Parlaments.

Der schwierige Begriff „Schwarzafrika“

Ich selbst bin das Kind zweier Senegalesen. Ich kam erst mit Anfang zwanzig aus Schwarzafrika nach Deutschland und musste nicht nur die Sprache neu lernen. Als „Schwarzafrika“, das ich ab jetzt nur noch in Anführungszeichen verwenden will, bezeichnet man gemeinhin jene Teile des Kontinents, die sich südlich der Sahara befinden – darum sagen wir auch Subsahara-Afrika –, und die klimatisch im tropisch-subtropischen Bereich liegen. „Schwarzafrika“, das klingt nach bedrohlicher Fremde, nach Joseph Conrads „Herz der Finsternis“, nach Voodooritualen und Stammeskriegen. Tatsächlich geht der zu Kolonialzeiten geprägte Ausdruck auf die schwarze Bevölkerung in diesem Erdteil zurück, aber Assoziationen einer den Bewohnern unterstellten Barbarei und Kulturlosigkeit waren natürlich nicht unbeabsichtigt.

Ich habe mich im Rahmen meiner Arbeit oft dagegen gewehrt, dass wir all jene Länder unter dem Begrif „Schwarzafrika“ zusammenfassen. Nicht nur wegen des so überdeutlichen Bezugs zur Hautfarbe ihrer Bewohner. Nein, wenn Migrantinnen und Migranten in Deutschland nach ihrer Herkunft aufgeschlüsselt werden, sind in den Statistiken immer alle Länder einzeln aufgeführt. Nur bei den Ländern südlich der Sahara heißt es immer „Schwarzafrika“, obwohl es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten und Regionen gibt.

Der Schritt, mein Land zu verlassen

Manche Länder im subsaharischen Afrika gehören zu den ärmsten der Erde. Mein Heimatland, der Senegal, stellt unter seinen Nachbarländern, die zum Teil seit Jahrzehnten von Kriegen und Krisen erschüttert werden, eine Ausnahme dar. Es herrscht Frieden im Senegal, Toleranz und Freiheit gehören zur Staatsräson. Doch auch aus dem Senegal machen sich jedes Jahr Tausende auf, um ein besseres Leben in Europa zu finden.

Wer seine Heimat, seine Familie, sein ganzes vertrautes Umfeld verlässt, der wagt diesen Schritt nicht aus Langeweile oder einer flüchtigen Laune heraus, sondern aus einem existenziellen Zwang. Als ich mich Mitte der achtziger Jahre entschied, mein Land zu verlassen, litt ich weder Hunger, noch wurde ich politisch verfolgt oder an Leib und Leben bedroht. Ich wusste trotzdem nicht, wie es dort für mich weitergehen sollte. Und so entschloss ich mich zu dem Schritt, der alles für mich veränderte. Ich bewarb mich für ein Stipendium, das mich weit weg ins Ausland bringen sollte.

Ich will von meinem Leben erzählen, weil es vielen Menschen ähnlich geht wie mir damals: Sie müssen in der Fremde von vorn anfangen. Ich will davon erzählen, weil mein Weg nie geradlinig verlaufen ist, er war voller Kurven und Abzweigungen, manchmal so unwegsam und holperig, dass ich ganz kurz davor war zu stolpern.

Ich wünsche mir, dass mein Weg andere Menschen inspiriert und motiviert, sich ein bisschen mehr zuzutrauen im Leben. Dass sie an meinem Beispiel sehen, was alles möglich ist in diesem Land. Auch als Migrant.

Mein Leben ist geprägt von Grenzüberschreitungen. Ich spreche nicht nur von Ländergrenzen, nicht nur von den scheinbaren Grenzen des Machbaren, sondern auch von den Grenzen des Miteinanders. Ich spreche von meinem Schwager

in Marsassoum, der mich selbstlos umsorgt hat wie seinen eigenen Sohn und mir alles Wichtige mit auf den Lebensweg gegeben hat. Vom rassistischen Taxifahrer in Magdeburg, der mir die Mitnahme verweigert und mich zu Fuß durch den Tiefschnee zur Staatskanzlei laufen lässt. Ich spreche von jener Chemikerin in der DDR, die mich bei sich willkommen hieß wie ihr sechstes Kind und mir Schals und Mützen strickte. Von der Kellnerin in Berlin, die mich nicht bedienen will. Vom Gezischel im Zug. Den bösen Blicken auf der Straße. Von der übergroßen Anerkennung meiner Hallenser. Und immer wieder von Hass-Mails in meinem Postfach.

Vorurteile gegen Schrebergärtner

Wie alle guten Geschichten hat auch diese nicht nur helle, sondern auch ihre dunklen Seiten. Ich will sie ins Licht ziehen, sie sichtbar machen. Ich beobachte mit Sorge den Rechtsruck in Europa und befürchte, dass die ofene Feindseligkeit im politischen Klima unserer Zeit noch besser gedeihen wird. Hass gegenüber Fremden, anderen Religionen, gegen Juden und gegen Muslime.

Ich selbst bin islamisch erzogen worden. Unsere Familie gehört der Richtung Qādirīya an, das ist die liberalste Form des Islam. Ich stamme aus einer Gelehrtenfamilie, der Name Diaby ist den Menschen auch in den Nachbarländern des Senegal noch ein Begrif. Auch ich war darum schon als Jugendlicher dazu berufen, andere Kinder in Religion zu unterrichten. Doch schon beim Studium in Dakar trat der Glaube für mich immer weiter in den Hintergrund. In der DDR war Religion generell kein Thema für die Menschen. In meinem Umfeld, auch unter den ausländischen Studierenden, gab es kaum jemanden, der den Islam praktizierte, und so verschwand er allmählich auch aus meinem Leben.

Heute gelten für mich die Kernwerte der abrahamitischen Religionen, des Islam, des Christentums und des Judentums. Aber natürlich haben sich auch auf meine religiöse Erziehung schon wirre Unterwanderungstheoretiker gestürzt, um mich zum Mitglied einer islamischen Weltverschwörung zu erklären.

Menschen, die es gut mit anderen meinen

Ich hoffe, dass meine eigenen Erfahrungen, die ich schildern will, manchen Menschen dabei helfen, ihr „Anderssein“ nicht als Hindernis zu sehen – auch wenn es immer Leute geben wird, die sie genau das spüren lassen wollen. Meine eigene Geschichte zeigt: Es gibt zum Glück auch jene, die es gut mit einem meinen. Auch dort, wo man sie nicht vermutet. Weil man selbst schließlich auch nicht frei von Vorurteilen ist.

Gegen Schrebergärtner zum Beispiel. Ich denke oft an die Zeit kurz nach der Wende zurück, als ich, ein junger Doktorand damals, in Halles Kleingärten unterwegs war. Ich war nicht auf der Suche nach einer eigenen Laube, nein, ich grub mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls für Geoökologie etliche metertiefe Löcher in den Boden. Ich arbeitete damals an meiner Promotion über die Schwermetallbelastung in Schrebergärten und stapfte als wahrscheinlich erster Schwarzer überhaupt durch die ostdeutschen Parzellen.

Doch anstatt mir mit Skepsis oder Ablehnung zu begegnen, erlebte ich bei den Bewohnern vor allem Hilfsbereitschaft. Und manches Mal sagte einer von ihnen: „So, nun kommste mal her und trinkst erst mal ein Bierchen mit uns.“ Dann wollten sie alles über mich wissen, wo ich herkomme, wie das Leben dort sei, wie es sich hier so lebe für „einen wie mich“. Und ich lernte meinerseits sehr viel über die deutsche Gesellschaft.

Meine Geschichte soll darum auch ein Plädoyer sein für Neugier und Aufgeschlossenheit. Nicht nur gegenüber dem fremden, sondern auch dem eigenen Land. Die Vorurteile gegenüber „dem Osten“ sind ja mancherorts so groß wie gegenüber Afrika. Vor allem die Tatsache, dass ein Schwarzer nicht nur friedlich unter Ostdeutschen leben, sondern auch noch zu deren Volksvertreter werden kann, hat in den letzten Jahren viele Menschen verblüft.

Als der Artikel erschien, war ich geschockt

Im März 2013, als mein Wahlkampf für die Bundestagswahl begann, war auch der „Spiegel“ auf mich aufmerksam geworden. Das Magazin schickte einen Reporter nach Halle, mit dem ich mich gut und ausgiebig über mein Leben und meine politischen Ziele unterhielt.

Als der Artikel kurze Zeit später erschien, war ich schockiert. Und mit mir die halbe Stadt. Unter der Überschrift „Das Experiment“ erzählte der Journalist von dem bizarr anmutenden Versuch eines ofenbar völlig naiven Schwarzen, in Sachsen-Anhalt gewählt zu werden. Meinen Wohnort nannte er eine „Hochburg der Rechtsradikalen“, bei der Landtagswahl 2011 habe die NPD in manchem Viertel fast zehn Prozent der Stimmen geholt. Und um die Szenerie des Grauens perfekt zu machen, kickte in seinem Text ein kleiner Junge im Hintergrund auch noch am helllichten Tag eine tote Taube durch die – natürlich – menschenleere Fußgängerzone.

Wer einmal zu Besuch in Halle war, der erinnert sich ganz sicher an die pittoreske Innenstadt und den belebten Marktplatz, an liebevoll renovierte Altbauten, und er dürfte sich wohl fragen, wo sich eigentlich diese Zombiestadt versteckt hat, die ihm der „Spiegel“ versprochen hatte.

Die Schreckenszahl von „zehn Prozent“ entnahm der Autor der Angabe eines einzigen Halleschen Wahllokals im Viertel Industriegebiet Nord, in dem von 90 Stimmen neun für die NPD abgegeben worden waren. Schlimm genug, aber in den Landtag haben es die Rechtsextremen sowieso nicht geschafft, einzig im Stadtrat von Halle haben wir es leider mit einem NPD-Mann zu tun.

Von Klischees umstellt

Halle war empört über das Nazi-Klischee. Leider war es nicht so einfach, mich auf die falsche Darstellung des Reporters zu berufen. Stattdessen wurde mir von einigen vorgeworfen, ich selbst hätte dieses Image inszeniert und mir zunutze machen wollen, um mich wie einen Helden unter Schurken zu gerieren. Es dauerte eine Weile, bis ich das Missverständnis aus der Welt räumen konnte. Doch die Proteste, die der Artikel auslöste, zeigten mir nur noch einmal, welches Potenzial in dieser Stadt steckt. Es gibt hier jede Menge Menschen, die sich aufregen, einmischen und ihre Stimme erheben.

Im „Spiegelblog“ erklärte sich der Autor noch nachträglich, weil auch ihm die Aufregung nicht entgangen war, die sein Artikel ausgelöst hatte. Und sicher zu Recht zitierte er darin auch Stimmen aus Halle, die befürchten, mit dem Kleinreden eines Neonazi-Problems leiste man dem Rechtsradikalismus auch noch Vorschub. Schlimmer als offensichtliche Menschenfeindlichkeit sei viel mehr der virulente Alltagsrassismus in der sogenannten Mitte der Gesellschaft – wie auch ich ihn tatsächlich immer wieder erlebe. Aber der gilt traurigerweise für Ost- wie Westdeutschland gleichermaßen.

Heute grüßen wir uns freundlich

Noch einmal bemühten sich in den Kommentaren unter dem Blogbeitrag gebürtige wie zugezogene Hallenser in langen Einlassungen um eine Richtigstellung. Mit dem Artikel habe der Autor genau das betrieben, was er selbst doch anzuprangern vorgebe: einen engagierten Lokalpolitiker auf sein Aussehen zu reduzieren.

Damals bekümmerte mich die allgemeine Aufregung sehr. Ich frage mich selbst manchmal, wie man mit so viel Harmoniebedürfnis, wie ich es habe, ausgerechnet Politiker werden kann. Mittlerweile kann ich solche Zwischenfälle leichter nehmen. Der Journalist und ich grüßen uns heute freundlich. Wir begegnen uns in den ersten Jahren dieser Wahlperiode im Bundestag; im politischen Berlin läuft man sich ja ständig über den Weg.

Ich bin heute sehr glücklich darüber, dass die Attraktion meiner physischen Erscheinung mittlerweile dem Interesse an meiner politischen Arbeit gewichen ist. Aber ich kann eben auch nicht bestreiten, dass mir all die Artikel, die während meines Wahlkampfs in der ganzen Welt über mich erschienen sind, geholfen haben auf meinem Weg in den Bundestag.

Karamba Diaby wurde 1961 in Marsassoum im Südwesten des Senegal geboren. Seine Mutter starb drei Monate nach seiner Geburt und sein Vater, als Karamba sieben Jahre alt war. Er kam 1985 zum Studieren in die DDR, nach Halle. Nach jahrelangem Engagement für Integration und gegen Rassismus zog Diaby als Mitglied der SPD in den Stadtrat von Halle ein. 2013 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt. Diaby ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Seine Co-Autorin Eva Sudholt, Jahrgang 1979, studierte Literatur, Publizistik und Geschichte in Berlin. Als Redakteurin bei der „Welt am Sonntag“ schreibt sie vor allem Reportagen und Porträts. Sie stand 2012 auf der Short-List für den Henri-Nannen-Preis. 2013 wurde sie für ihren Text „Mein Freund Jürgen“, erschienen in der Berliner Morgenpost, mit dem Deutschen Reporterpreis ausgzeichnet.

Karamba Diaby mit Eva Sudholt: Mit Karamba in den Bundestag. Mein Weg vom Senegal ins deutsche Parlament. Hoffmann und Campe, 224 Seiten, 20 Euro.