Berlin

Aufregung bei Festnahme im Kriminalgericht

Zu einem ungewöhnlichen Vorfall kam es am Dienstag im Moabiter Kriminalgericht. Verhandelt wurde gegen einen 24 Jahre alten Studenten, der in der Rigaer Straße am 9. Juli dieses Jahres aus einem Pulk heraus einen Polizisten gezielt mit einem Stein beworfen haben soll. Der Beamte wurde dabei verletzt.

Große Aufregung gab es während einer Prozesspause, als Polizisten im Zuschauerbereich einen 29-Jährigen festnahmen. Wie es hieß, lag gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl vor. Festgenommen wurde auch eine junge Frau.

In dem Prozess um den Steinwurf bestritt der Angeklagte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Eine Polizeibeamtin war sich jedoch sicher, ihn erkannt zu haben. Er habe – zu diesem Zeitpunkt noch vermummt – einen Stein aus dem Gleisbett der Straßenbahn genommen, ihn gezielt auf ihre Kollegen geworfen und dabei einen der Polizeibeamten getroffen, so die Zeugin. Sie habe ihn im Auge behalten und beobachtet, wie er später seine Vermummung ablegte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigung, schweren Landfriedensbruch und Körperverletzung vor.