Berlin

Prozess im Mordfall Hatun Sürücü auf Februar 2017 verschoben

Weil Zeugen noch nicht wie geplant vernommen wurden, entschied der Richter, das Verfahren zu vertagen.

Kerzen mit Bildern der am 7. Februar 2005 erschossenen Hatun Sürücü stehen am 07.02.2015 in Berlin an dem Gedenkstein

Kerzen mit Bildern der am 7. Februar 2005 erschossenen Hatun Sürücü stehen am 07.02.2015 in Berlin an dem Gedenkstein

Foto: Lukas Schulze / dpa

Der Prozess im Mordfall Hatun Sürücü ist in der türkischen Metropole Istanbul fortgesetzt und kurz nach Verhandlungsbeginn verschoben worden. Der Richter legte am Dienstag den nächsten Termin auf den 16. Februar 2017 fest. Als Begründung gab er an, dass Zeugen nicht wie geplant vernommen werden konnten.

Eigentlich sollten bis zum Dienstag drei Zeugen der Verteidigung vernommen werden, darunter die Ex-Frau des 36-jährigen Angeklagten. Auch die Vernehmung der Ex-Freundin des Täters steht noch aus.

Fall löste Debatte über Parallelgesellschaften aus

Den 36 und 37 Jahre alten Brüdern wird laut Anklageschrift die vorsätzliche Tötung ihrer Schwester vorgeworfen. Sie sollen demnach den jüngsten Bruder mit dem Mord an Hatun Sürücü vor elf Jahren beauftragt und auch die Tatwaffe besorgt haben.

Der Jüngste erschoss seine Schwester im Jahr 2005 an einer Bushaltestelle in Berlin. Der Mord erschütterte Deutschland und löste eine Debatte über Integration und Parallelgesellschaften aus.

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