Zuzug

Flüchtlinge lassen Berlins Einwohnerzahl stärker wachsen

18 Prozent und damit fast jeder fünfte Berliner hat einen ausländischen Pass. Syrer sind inzwischen die viertgrößte Gruppe.

Blick auf Berlin. Die Stadt wächst weiter (Archivbild)

Blick auf Berlin. Die Stadt wächst weiter (Archivbild)

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Berlin hat im ersten Halbjahr so viele Einwohner hinzugewonnen wie zuletzt jeweils im ganzen Jahr. Ende Juni waren 3,653 Millionen Menschen in der Stadt gemeldet, 42.800 mehr als zu Jahresbeginn, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Grund für das beschleunigte Bevölkerungswachstum sei, dass viele Flüchtlinge aus dem Vorjahr nun registriert worden seien.

18 Prozent und damit nahezu jeder fünfte Berliner hat einen ausländischen Pass. Nach Türken, Polen und Italienern bilden Syrer inzwischen die viertgrößte Ausländer-Gruppe.

Damit wuchs im ersten Halbjahr 2016 die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner fast so stark, wie seit 2011 jeweils im ganzen Jahr. 5600 deutsche und 37.200 ausländische Personen mehr weist das Register nun aus.

Bereits am Jahresende 2015 wurden 11.500 Personen aus Syrien mehr registriert als am Jahresanfang. Im ersten Halbjahr 2016 stieg ihre Zahl nochmals um rund 8400 Personen an, so dass jetzt 26.500 in Berlin registriert sind.

31 Prozent der Einwohner Berlins haben Migrationshintergrund

Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund (Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländerinnen und Ausländer) beträgt 31 Prozent. Hier sind die drei häufigsten Herkunftsländer Türkei, Polen und Russland.

Der demografische Wandel wurde bis jetzt nicht vom Zuzug aus dem Ausland gestoppt: In den vergangenen 20 Jahren ging die Altersgruppe der unter 25-Jährigen um 6 Prozent zurück, die Zahl der Einwohner im Alter von 65 und mehr Jahren hingegen stieg um 47 Prozent. Der Anteil an den Einwohnern insgesamt liegt aktuell bei den unter 25-Jährigen bei 22 Prozent, bei den über 65-Jährigen bei 19 Prozent.