Brücken-Neubau

In Zehlendorf herrscht ab dieser Woche Staugefahr

Die Arbeiten wegen des Neubaus einer 75 Jahre alten Brücke über die A115 behindern bis Ende Oktober den Verkehr im Südwesten Berlins.

Die A115 verbindet den Stadtring Stadt mit dem Berliner Ring am Dreieck Nuthetal]

Die A115 verbindet den Stadtring Stadt mit dem Berliner Ring am Dreieck Nuthetal]

Foto: dpa Picture-Alliance / Stephanie / picture alliance / dpa

Ab dem heutigen Montag herrscht in Zehlendorf erhöhte Staugefahr. Dem sogenannten Kleeblatt Zehlendorf stehen größere Bauarbeiten bevor. So wird die Brücke, die an der Anschlussstelle über die Autobahn 115 führt, abgerissen und komplett neu gebaut. Dafür werden bereits am Montag provisorische Überfahrten im Bereich des Mittelstreifens der Potsdamer Chaussee (B1) eingerichtet. Hier steht Autofahrern in beiden Richtungen dann nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, ebenso auf den Zu- und Abfahrten der A115. Für Fußgänger und Radfahrer ändert sich nichts.

Ende Oktober, wenn der Rück- und Neubau der Brücke beginnt, wird die Einspurigkeit für den Autoverkehr aufgehoben. Laut Verkehrsverwaltung dauert die voraussichtliche Bauzeit bis zum Jahr 2018. Sie ist in zwei Hauptbauphasen unterteilt, zunächst wird am nördlichen, anschließend am südlichen Teil der Brücke gearbeitet. Für den Abriss der Bestandsbrücke sowie für den Einbau der neuen Spannbeton­brücken­träger kommt es in beiden Bauphasen zu Vollsperrungen der A115, die jeweils von Freitagabend, 22 Uhr, bis Montagmorgen, 5 Uhr, andauern. Die genauen Termine werden von der Senatsverwaltung „frühzeitig“ bekannt gegeben, darüber hinaus soll es eine „großräumig errichtete Hinweisbeschilderung“ geben.

Seit mehr als 20 Jahren keine Schwertransporte erlaubt

In Phase eins wird der Autoverkehr Richtung Wannsee und Potsdam östlich des Kleeblattes Zehlendorf zweistreifig von der nördlichen auf die südliche Richtungsfahrbahn der Potsdamer Chaussee geleitet. Die Rückführung auf die nördliche Richtungsfahrbahn der B1 erfolgt westlich des Kleeblattes, teilt die Verkehrsverwaltung mit. In Phase zwei wird selbiges in östlicher Fahrtrichtung unternommen. Im Vorfeld wurden im Umfeld der künftigen Baustelle bereits Rodungsarbeiten, Baumfällungen und Wildwuchsbeseitigungen, vorgenommen. Auch Kabel- und Kabelschutzrohrtrassen wurden provisorisch umverlegt, ebenso zwei Gasleitungen.

Das Kleeblatt Zehlendorf liegt an der südwestlichen Stadtgrenze, das 55 lange und 56 Meter breite Brückenbauwerk wurde zwischen 1938 und 1941 von den Nationalsozialisten errichtet. Ein Neubau ist offenbar unumgänglich. „Die Bestandskonstruktion entspricht nicht den gültigen Regelwerken und Normen“, heißt es bei der Verkehrsverwaltung. Seit mehr als 20 Jahren muss die Brücke von besonders schweren Lkw umfahren werden, das sie auf der sogenannten Negativliste für Schwertransporte steht.